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Lokalsport
LTV trainiert für den "neuen" Handball

Lokalsport: LTV trainiert für den "neuen" Handball
Kaum zu halten: Rechtsaußen Mike Schulz geht ab jetzt für die Leichlinger Handballer auf Torejagd. Er kommt von der SG Ratingen und ist neben Marcus Boauli und Moritz Barwitzki einer der Neuzugänge des LTV. FOTO: ACHIM BLAZY
Leichlingen. Fünf Regeländerungen werden das Spiel verändern. Der Drittligameister bereitet sich intensiv auf die Neuerungen vor. Von Moritz Löhr

Während sich die Handballer des Drittligisten Leichlinger TV in den vergangenen Wochen vorrangig mit ein bisschen Fußball die Zeit vertrieben, steht seit einer guten Woche wieder die Arbeit mit dem "richtigen" Spielgerät auf dem Trainingsplan. Coach Frank Lorenzet möchte sein Team in der ersten Vorbereitungsphase auf die neue Saison bis Ende des Monats vor allem im taktischen Bereich schulen. "Der Handball wird sich zur neuen Saison grundlegend verändern", sagt der langjährige Leichlinger Trainer.

Alle Mannschaften im deutschen Profibereich müssen ab dem 1. Juli fünf neue Regeln beachten. Die wohl bedeutendste: Ab sofort darf jede Mannschaft einen siebten Feldspieler auf das Feld schicken, ohne dass dieser wie bisher mit einem Leibchen gekennzeichnet sein muss. Eine neue Dynamik sowie offensive Angriffsalternativen sind die Folge - das glauben zumindest nicht wenige Handballer. "Wie sich das Spiel genau verändern wird, muss die Saison zeigen", meint Lorenzet. "Wir wollen um jeden Preis auf alles vorbereitet sein."

Wenig verwunderlich probierte er in einem Testspiel gegen den LTV Wuppertal bereits intensiv die neuen Möglichkeiten aus. Das Risiko war offensichtlich: Geht ein mit sieben Mann gefahrener Angriff schief oder ist das Rücklaufverhalten nicht schnell genug, steht das eigene Tor leer - Ein Problem, für das wohl alle Teams eine adäquate Lösung finden müssen. Die weiteren Regeländerungen dürften weniger ins Gewicht fallen.

Während des Aufwärmens und in der Partie war die Stimmung im Team locker. Es ist klar, dass der Meister noch am Anfang seiner Vorbereitung steht. Lorenzet griff nur wenig von außen ein und beobachtete das Spiel, das die Leichlinger gegen den Sechstligisten standesgemäß beherrschten und gewannen. Einen guten Eindruck machten die Neuzugänge: Der robuste Linkshänder Marcus Boauli zeigte sowohl defensiv als auch offensiv seine Qualitäten - und Moritz Barwitzki machte auf Linksaußen ordentlich Druck. Was diese Eindrücke wert sind, werden härtere Tests und schließlich der Saisonalltag, der Anfang September mit der Partie gegen den aufgestiegenen Lokalrivalen SG Langenfeld startet, zeigen. Neben den beiden Neuen steht auch Mike Schulz von der SG Ratingen als weiterer Zugang fest.

Lorenzet sieht bereits jetzt einen "sehr gut aufgestellten Kader". Florian Goerigk gehört der Mannschaft indes nicht mehr an. Er musste sich nach dem Abstieg der Wuppertaler, wo er ein Zweitspielrecht besitzt, für einen Verein entscheiden - und wählte den Weg in die sechste Liga. Nach zahlreichen Verletzungen in der Vergangenheit spielte er bei den "Pirates" keine Rolle mehr. Lorenzet selbst würde gerne noch einen abwehrstarken Kreisläufer oder einen Mann für die Rückraummitte verpflichten - und ist diesbezüglich zuversichtlich.

Quelle: RP
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