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LTV verliert zum Abschluss - und rüstet auf

Lokalsport: LTV verliert zum Abschluss - und rüstet auf
Konstant treffsicher: David Kreckler erzielte neun Tore in Fredenbeck. Die Niederlage des LTV konnte aber auch er nicht verhindern. FOTO: MISERIUS
Leichlingen. Fredenbeck gegen Leichlingen: Das Topspiel der dritten Handball-Liga verlor durch die bereits entschiedene Meisterschaft an Reiz. Ärgerlich ist die 30:35-Niederlage trotzdem für den LTV, der nach Mike Schulz weitere Neuverpflichtungen ankündigt. Von Moritz Löhr

Vor wenigen Wochen noch schien das Spiel des Handball-Drittligisten Leichlinger TV beim VfL Fredenbeck das wichtigste der Saison zu werden. Am letzten Spieltag empfängt der Zweite den Ersten - diese Konstellation birgt seit jeher eine gewisse Brisanz. Doch aus dem möglichen Showdown der beiden besten Teams um die Meisterschaft wurde nichts. Seit dem vergangenen Wochenende ist der Titelkampf gelaufen. Die "Pirates" sicherten sich dank ihres Sieges gegen die HSG Varel-Friesland vorzeitig die Meisterschaft - und das finale Spiel in Norddeutschland geriet zur Nebensache. Geärgert hat sich der Tabellenführer dennoch. Durch die 30:35 (13:16)-Niederlage verlor der LTV nicht nur sein letztes Saisonspiel, er kassierte auch die zweite Pleite gegen Fredenbeck, das bereits das aufregende und enge Hinspiel in Leichlingen für sich entschieden hatte (36:35). Der Vizemeister konnte in dieser Saison damit als einziges Team der Liga zwei Siege über die "Pirates" feiern. "Das ist natürlich ärgerlich, aber spätestens nach dem Abpfiff hat das keine Rolle mehr gespielt", meinte LTV-Kapitän Tim Hilger.

Wie geplant, trug Hilger in Fredenbeck die sportliche Verantwortung. Nach dem plötzlichen Tod von Catering-Chefin Bettina Ditz vergangene Woche, trat Coach Frank Lorenzet die lange Reise nicht mit an. Das Training unter der Woche leitete der Kapitän - Videoanalyse inklusive. Die Vorbereitung war daher trotz der eher geringen sportlichen Bedeutung der Partie durchaus standesgemäß - ebenso wie das Spiel selbst.

Die mehr als 800 Zuschauer in der Halle sahen ein intensives Duell, in dem keine der beiden Mannschaften zurücksteckte. Das Aufeinandertreffen war von Kampf und Einsatz geprägt. "Es war ein hartes, aber faires Spiel", meinte Hilger. Er wechselte in seinem Team wie angekündigt viel durch, damit jeder Spieler seine Anteile erhielt. Das sorgte für mehrere Brüche im Leichlinger Spiel. Fredenbeck wusste das für sich zu nutzen und setzte sich nach und nach ab.

Zwar konnten die Gäste das Ergebnis beim Stand von 21:21 (41.) noch einmal ausgleichen, aber danach zog der VfL endgültig davon. "Uns war wichtig, dass jeder Spieler zum Zuge kommt. Wenn das Titelrennen noch nicht entschieden gewesen wäre, hätten die Wechsel wohl anders ausgesehen", meinte Hilger.

Der Spielertrainer war mit dem Auftritt des LTV insgesamt zufrieden. Er freut sich auf die etwas ruhigeren Wochen in naher Zukunft. Der Meister, der unter der Woche mit Mike Schulz seinen zweiten Neuzugang präsentierte, fährt vorerst die Trainingsintensität runter, um sich anschließend auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Schulz kommt vom Ligakonkurrenten SG Ratingen nach Leichlingen (die RP berichtete). Der 24-jährige Linkshänder bringt aus seiner Zeit bei TuSEM Essen und dem TV Emsdetten Erfahrung aus der Bundesliga mit. Mit 17 Jahren debütierte er in der höchsten Spielklasse. "Mit ihm haben wir wieder vier Linkshänder und zudem auf den Positionen Rechtsaußen und im rechten Rückraum eine gute Mischung aus Routine und Jugend. Damit sind die Personalplanungen aber nicht abgeschlossen. Wir wollen zwei bis drei weitere Akteure verpflichten", kündigte Günther Steffens, Sprecher der Pirates Marketing GmbH (Pima) an.

LTV: Vukas, Bungart - Reuland (3), Lange (2), Hilger (4/2), Novickis (6), Lajnef (1), Padeken (3), Zechmeister (2), Kreckler (9/3), Kirfel.

Quelle: RP
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