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Lokalsport
LTV will Favoritenrolle gegen Habenhausen gerecht werden

Leichlingen. Das Team von Frank Lorenzet trifft morgen vor heimischer Kulisse auf das Tabellenschlusslicht - doch die besten Werfer fallen aus. Von Moritz Löhr

Auf dem Papier scheint die Sache eindeutig, doch zum Jahresende ist traditionell höchste Vorsicht geboten. Das trifft auch auf den Handball-Drittligisten Leichlinger TV zu, der morgen im Smidt-Forum (19 Uhr) das Schlusslicht ATSV Habenhausen zum letzten Spiel des Jahres empfängt. "Das wird kein Selbstläufer", warnt Trainer-Manager Frank Lorenzet vorab, dem dennoch klar ist, dass der LTV als der glasklare Favorit in die Partie den Letzten gehen wird.

Das liegt nicht nur am aktuell dritten Tabellenplatz, sondern auch am beeindruckenden Auftritt gegen den Tabellenführer VfL Fredenbeck am vergangenen Wochenende. Das Spitzenduell verloren die Leichlinger nach dem verworfenen Siebenmeter von Kevin-Christopher Brüren in der Schlusssekunde zwar höchst bitter, zeigten aber eine bärenstarke Leistung, die nach der Analyse durch Coach Lorenzet noch einmal beeindruckender wird. "Wir hatten an diesem Tag desolate Torhüterleistungen und haben zudem fast zehn 100-prozentige Chancen weggeworfen", sagt der Coach, "da ist es überraschend, dass wir die Begegnung noch so spannend gestalten konnten."

In der Tat bekamen die für ein solches Topspiel erschreckend wenigen Zuschauer in der Halle am Hammer ein spannendes Spiel mit hochklassigem Handball geboten. Gegen Habenhausen, das für den LTV bereits der Auftakt in die Rückrunde ist, dürfte man sich auf Leichlinger Seite einen bedeutend klareren Ausgang wünschen - ähnlich dem Hinspiel, das die "Pirates" mit zehn Treffern für sich entschieden (35:25).

"Die Gefahr gegen den Tabellenletzten ist, dass sie völlig befreit spielen können", meint Lorenzet. Bei den Siegen gegen den TuS Volmatal und die SG Schalksmühle-Halver hat der kommende Gegner bewiesen, in der so ausgeglichenen Liga auch Bigpoints landen zu können - allerdings waren es auch die einzigen Habenhauser Siege in der laufenden Spielzeit. Von daher ist klar: Alles andere als ein Leichlinger Sieg wäre eine derbe Enttäuschung. Lorenzet: "Die Konzentration muss zu jedem Zeitpunkt hoch sein. Darum wird es gehen."

Für den Trainer wird die Aufgabe gegen den Tabellenletzten mit Blick auf seinen Kader schwer genug. Ihm werden Florian Goerigk und die tragische Figur des Fredenbeck-Spiels Kevin Christopher-Brüren nicht zur Verfügung stehen. Obwohl bei einer Kreuzung der Spieltermine zwischen Leichlingen und Brürens neuem Verein TSV Bayer Dormagen abgemacht war, dass Brüren für den LTV aufläuft, haben sich die Verantwortlichen beider Teams entschieden, den jungen Linkshänder zum Jahresabschluss im Dormagener Dress auflaufen zu lassen. Valdas Novickis plagt sich zudem mit Knieproblemen herum. "Damit fallen meine beiden besten Werfer aus", betont Lorenzet. Das sind zwar keine guten Voraussetzungen. Gegen den Letzten dürfte aber auch die angespannte Personalsituation nicht als Ausrede herhalten.

Quelle: RP
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