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LTV will Revanche für Hinspiel-Pleite

Lokalsport: LTV will Revanche für Hinspiel-Pleite
Leistungsträger: David Kreckler ist seit seiner Genesung in bestechender Form. Seinen zahlreichen Treffern gegen Longerich und Ratingen will der LTV-Routinier noch ein paar weitere gegen Krefeld folgen lassen. FOTO: UWE Miserius
Leichlingen. Gegen Krefeld kassierten die Leichlinger Handballer die wohl bitterste Niederlage der Saison. Morgen Abend kommt es zum Rückspiel bei der HSG. Im Duell Zweiter gegen Dritter geht es auch um die Frage, wer noch Meister werden kann. Von Moritz Löhr

Es ist bis heute eine schmerzhafte Erinnerung: Als im Oktober vergangenen Jahres die HSG Krefeld beim Handball-Drittligisten Leichlinger TV gastierte, bot das Team von Coach Frank Lorenzet über 40 Minuten eine regelrechte Galavorstellung. Die "Pirates" spielten ihren Gegner streckenweise an die Wand - und verloren die Partie am Ende 32:33. "Das war eine wirklich bittere Pleite", erinnert sich der LTV-Coach. "Wir haben damals eigentlich eine unserer besten Leistungen der Saison gezeigt." Warum die Leichlinger die Partie doch noch hergaben, war Zuschauern und Mannschaft ein Rätsel.

Heute ist davon nicht mehr viel zu spüren. Die Saison geht auf die Zielgeraden und der LTV scheint zum richtigen Zeitpunkt wieder in Fahrt gekommen zu sein. Nach dem Erfolg im Derby gegen den Longericher SC (33:29), gewannen die Leichlinger auch das Heimspiel gegen die SG Ratingen ungefährdet 36:30. Die Leichlinger Handballwelt ist nach zwei unerwarteten Heimniederlagen zuvor also wieder in bester Ordnung. Da kommt die Revanchemöglichkeit morgen in Krefeld (19.30 Uhr) genau zum richtigen - und zum entscheidenden Zeitpunkt.

Denn sieben Spieltage vor dem Ende der Saison ist das Duell zwischen dem Dritten Leichlingen und dem Zweiten Krefeld richtungsweisend was den Meisterschaftskampf in der Liga betrifft. Die Leichlinger interessiert das aber nicht, sagt ihr Trainer: "Davon möchte ich nichts wissen. Wir werden am Ende der Saison sehen, wo wir stehen." Lorenzet will lieber "den vollen Fokus" auf die kommende Partie legen. Damit sei seine Mannschaft zuletzt gut gefahren. Die beiden Siege gegen Ratingen und Longerich bestätigen die Einschätzung des Trainers. Zuvor sei "der Fokus im Team vielleicht nicht bei hundert Prozent gewesen", wie Routinier David Kreckler glaubt.

Der langjährige Spieler des LTV kehrte nach seiner Verletzung an der Wade zurück ins Team und machte mit zehn Treffern gegen Longerich und elf gegen Ratingen nicht nur statistisch auf sich aufmerksam. "Ich bin froh, wenn ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen kann", sagt der 33 Jahre alte Linkshänder. "Letztlich sind wir aber auf allen Positionen doppelt besetzt."

Damit schlägt er in die gleiche Kerbe wie sein Coach, der sich für seinen Spieler freut, darin aber nicht den Hauptgrund für die ansteigende Formkurve sieht. "Er hat in den letzten Spielen wirklich überzeugt. Dass wir den Spieß umgedreht haben, lag aber an dem starken Fokus der Mannschaft insgesamt", meint Lorenzet.

Im Duell der besten Abwehr der Liga (Krefeld) und dem besten Angriff (Leichlingen) erwarten sowohl Kreckler als auch sein Coach einen offenen Schlagabtausch. "Da beide Teams keine Lizenz für die zweite Liga beantragt haben, ist der Reiz natürlich ein Stück weit verloren", sagt Kreckler. "Es wird dennoch ein echter Fight." Eine logische Vermutung, denn völlig egal ist die Abschlusstabelle der 3. Liga beiden Teams sicherlich nicht.

Quelle: RP
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