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Lokalsport
LTV zittert sich trotz klarer Führung nur zu einem Remis

Leverkusen. Nach dem 29:29 gegen Schalksmühle-Halver war Coach Frank Lorenzet bedient - und haderte mit dem Spielverlauf.

Die Facebook-Freunde der Handballer des Leichlinger TV müssen sich noch ein wenig in Geduld üben. Im Überschwang des Derbysiegs gegen Langenfeld vergaßen die Pirates das obligatorische Erfolgsbild aus der Halle. Und nach dem Gastspiel bei der SG Schalksmühle-Halver mussten sie ihre Internet-Freunde noch einmal vertrösten. Denn das Siegerfoto musste ausfallen, weil die Partie keinen Sieger hatte. Die Sauerländer trotzen dem Meister ein 29:29 ab.

Und obwohl die SHSH den letzten Ballbesitz hatte und die Blütenstädter um den einen Zähler sogar noch zittern mussten, war Trainer Frank Lorenzet nicht nach feiern zumute. "Das war für uns ganz klar ein Punktverlust und kein Punktgewinn", betonte er. Aus gutem Grund: Zur Pause führten die Pirates mit vier Treffern. Kurz darauf lagen sie dann gar mit sechs Toren vorn.

Die letzten etwas mehr als 20 Minuten allerdings kosteten den LTV-Coach viele Nerven sowie reichlich Stimme - und sein Team den Sieg. Die Grundlage des schlechten Laufs war ein taktischer Kniff der Gastgeber. Schalksmühle-Halver stellte die Abwehr um. "Damit sind wir überhaupt nicht klargekommen. Nach 40 überragenden Minuten sind wir völlig aus dem Tritt gekommen", ärgerte sich Lorenzet. Auch seine ebenso klaren wie lauten Worte in der Auszeit zeigten nicht die erhoffte Wirkung. Bei aller angebrachten Kritik fragte er sich jedoch auch, ob der schmale Kader mit nur sieben Feldspielern nicht auch einen Anteil an der Entwicklung gehabt haben könnte. "Vielleicht fehlten dann auch einfach ein paar Körner", sagte er.

Den Rest der Geschichte erklärte er sich mit einem fatalen Zusammenspiel von reichlich Pech (Treffer an Latte und Pfosten, ein gehaltener Siebenmeter, der im Nachwurf zum Tor führte) und einigen haarsträubender Fehlentscheidungen der Unparteiischen. Die gaben zwei Treffer der Leichlinger nicht. Am meisten schäumte der LTV-Coach aber bei einer anderen Szene. "Der Feldschiedsrichter gab ein Foul und hat gepfiffen. Ganz klar nach dem Pfiff ging der Ball rein und der Torschiedsrichter hat auf Tor entschieden. Das ist ein absolutes Unding", tobte er.

Weiter geht es für die Pirates am Freitag mit dem Heimspiel gegen die SG Ratingen. Dann sollen gegen einen nach zwei Runden sieglosen Gegner auch die Facebook-Freunde des Teams endlich ihr erhofftes Siegfoto erhalten.

LTV Fuchs, Vukas, Bungart - Hilger (4), Hansen (2), Novickis (8), Lajnef (3), Padeken, Schulz (7/3), Barwitzki, Zechmeister, Kreckler (5/1)

(TK)
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