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Handball
Lumpi bleibt eine Elfe

Vor dem morgigen Pokal-Viertelfinale in Leipzig gibt es gute Kunde für Bayers Handballerinnen: Anna Loerper bleibt dem Verein treu. Heute wird ausgelost, auf wen die Elfen im Europapokal treffen werden. Von Tobias Krell

Sie hat die Fans der Elfen einige Zeit auf die Folter gespannt. Denn Spielmacherin Anna "Lumpi" Loerper hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Nationalspielerin schlug lukrative Angebote aus dem Ausland aus und bleibt nun doch bei Bayers Handballerinnen. "Ich bin froh und sehr erleichtert über diese Wendung", betonte Renate Wolf. Dass diese Baustelle im Kader rechtzeitig vom Tisch ist, ehe es jetzt in die entscheidenden Partien geht, passt der Trainerin sehr gut.

Morgen (Anpfiff: 19.30 Uhr) geht es für die Elfen um die Teilnahme am Halbfinale im DHB-Pokal. Doch die Hürde zum Final-Four in Riesa ist keine kleine. Nach Leipzig zum amtierenden Meister müssen die Leverkusenerinnen. Dass sie dort nicht chancenlos sind, haben sie sich selbst in den beiden Ligaduellen bereits bewiesen. In eigener Halle hatten sie trotz schwacher Vorstellung bis zum Schluss noch alle Chancen auf Zählbares, verloren jedoch. In Sachsen reichte es immerhin zu einem Unentschieden, nachdem Bayer in der Schlussphase meist vorn gelegen hatte. "Dennoch ist der HCL in der Favoritenrolle, und wir können ganz befreit und ohne großen Druck aufspielen", sagte Wolf.

Ärgern über das Los, das Meister und Vize-Meister bereits in der Runde der letzten Acht aufeinandertreffen lässt, ist ohnehin nicht ihre Sache. "Wenn wir den Pokal holen wollen, hätten wir sowieso irgendwann über Leipzig gehen müssen. Deshalb ist der Zeitpunkt nicht so wichtig", sagt die Trainerin. Bereits vor dem Aufbruch nach Sachsen morgen Vormittag wird eine weitere wichtige Pokalentscheidung bereits gefallen sein. Heute gegen elf Uhr findet in der EHF-Zentrale in Wien die Auslosung der Halbfinals in den Europapokalwettbewerben statt. Bayer hat es unter die besten Vier im EHF-Pokal geschafft. Wohin für die Elfen die Reise in der Vorschlussrunde geht, die Beantwortung dieser Frage konnte am Wochenende zumindest stark eingegrenzt werden. Zur Auswahl stehen noch Ost-Jütland, die Provinz Alicante und die Normandie – oder anders ausgedrückt: Randers (Dänemark), Elda (Spanien) und Le Havre (Frankreich).

Einen ausdrücklichen Wunsch, wer es aus dem Trio denn möglichst sein sollte, hat Wolf nicht – ist ihre größte Hoffnung doch bereits vor der Auslosung des Halbfinales Wirklichkeit geworden. Wolf und ihrem Team bleibt eine beschwerliche Reise nach Osteuropa erspart. Zwei russische und ein polnisches Team schieden im Viertelfinale aus. "Wohin es geht, ist mir gleich, obwohl die Spanierinnen der stärkste Gegner wären", sagt die Trainerin.

Quelle: RP
 
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