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Jörg Hartl
"Man hätte in Ruhe sprechen können"

Leverkusen. Der Rücktritt von Trainer Andreas Traudisch traf den Fußball-Kreisligisten SSV Lützenkirchen sowie Abteilungsleiter Jörg Hartl vollkommen unerwartet. Die RP unterhielt sich mit dem Vorsitzenden über mögliche Auswirkungen und die Zukunft.

Herr Hartl, was sagen Sie zu dem Abgang von Trainer Andreas Traudisch?

Jörg Hartl Ja, das ist fast schon der Name: traurig. Wir akzeptieren das. Wir hätten uns dennoch erhofft, dass er bis zur Winterpause weitermacht und dann hätte man alles zusammen in Ruhe besprechen können. Er hat vier Jahre lang in diesem Verein hervorragende Arbeit geleistet und war vollkommen integriert.

Ist dieser Schritt für Sie nachvollziehbar? Immerhin belegt die Mannschaft doch einen Rang im Mittelfeld und liegt somit Soll.

Hartl Ja gut, im Soll liegt sie nicht unbedingt. Wir wollten eigentlich den nächsten Schritt machen und spielerische Veränderungen sehen. Von den Punkten her ist die Ausbeute ok, allerdings hat die Mannschaft zu selten ihr Potenzial abgerufen. Aus diesem Grund ist das schon nachvollziehbar, nur der Zeitpunkt ist ein wenig ungünstig für uns.

Gibt es durch den spontanen Abgang irgendwas zu befürchten?

Hartl Ich glaube nicht, dass es negative Auswirkungen in Form von Abwanderungen oder ähnlichem geben wird. Die Stimmung im Training war schon wieder recht gut und wir blicken jetzt gemeinsam nach vorne.

Wie konkret wird die Nachfolge aussehen?

Hartl Wir sind schon in Gesprächen und zapfen Kontakte an. Ich werde erst einmal die Mannschaft bis zur Winterpause betreuen, für alles weitere fehlt mir eigentlich die Zeit. Mal sehen, ob wir unterm Weihnachtsbaum schon einen neuen Trainer liegen haben. Das wäre die beste Variante.

Am Sonntag geht es zum direkten Konkurrenten Post SV Solingen. Was spricht für Ihren SSV?

Hartl Für uns spricht, das Qualität zweifelsohne vorhanden ist. Wenn wir die abrufen, dann können wir mit jedem mithalten. Allerdings werden uns einige Spieler ausfallen und wir müssen uns mit Hilfen aus der zweiten Mannschaft bedienen.

Quelle: RP
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