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Lokalsport
Markus Rehm strebt weiter Gutachten zu Prothesen an

Leverkusen. Der Streit über die Teilnahme von Leichtathleten mit Prothesen bei Olympischen Spielen geht weiter. Der Behindertensportverband (DBS) und TSV-Weitspringer Markus Rehm hatten sich an den Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) gewandt - mit dem Ziel, Kriterien für ein Gutachten zu erhalten.

Laut IAAF dürfen Athleten mit Prothesen nicht an Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teilnehmen, wenn sie nicht nachweisen, dass ihnen die "mechanische Hilfe" keinen Vorteil verschafft. Ein Gutachten soll klären, wie dieser Nachweis aussehen soll. Auf eine Antwort warten DBS und Rehm bisher vergeblich. Verstimmt reagiert DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher: "Es ist ein bedenkliches Signal, dass der IAAF offensichtlich nicht in der Lage ist, innerhalb von zehn Wochen zu antworten." Auch Rehm ist enttäuscht. "Ich bedauere, dass unser Gesprächsangebot nicht angenommen wurde", sagt der unterschenkelamputierte Weitspringer, der im Oktober 2015 bei der Leichtathletik-WM in Doha mit 8,40 Metern einen Weltrekord aufgestellt hatte. Dennoch strebt Rehm das Gutachten an - auch ohne die Angaben des IAAF. "Sollte das Resultat sein, dass ich keinen Vorteil besitze, gehe ich davon aus, dass der IAAF das anerkennt. Umgekehrt würde ich es natürlich genauso akzeptieren", betont Rehm.

(dora)
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