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Lokalsport
Nachbarschaftsduell endet torlos

Rhein-Wupper. Das 0:0 zwischen Witzhelden und Lützenkirchen bietet nur wenige Höhepunkte. Genclerbirligi trifft fünfmal, Schlebusch II kassiert fünf Gegentore. Bergfrieds Pleitenserie geht trotz Fanclub weiter. Von Markus Neukirch

Kreisliga A Solingen: VfL Witzhelden - SSV Lützenkirchen 0:0. Nach dem Spiel waren sich beide Trainer - Ralf Job aufseiten des VfL und Detlef Strehlke beim SSV - weitgehend einig, was Spiel und Resultat anging. "Schöner Fußball war das sicher heute nicht", betonten beide unisono, sprachen aber auch gleichzeitig von einem "gerechten Unentschieden".

Dass es bei einem torlosen Remis blieb, lag auch am Schiedsrichter, der den Treffer von Lützenkirchens Nico Hartl in der 80. Minute wegen einer Abseitsstellung nicht gab, nachdem Hartl Niclas Schwolle im Witzheldener Tor mit einem Fernschuss überwand. "Nicht nur ich war sehr, sehr verwundert, wie das abseits gewesen sein soll", sagte Strehlke. Job konnte sich nach eigenem Bekunden den für ihn rettenden Pfiff "auch nicht wirklich erklären". In der Nachspielzeit hatte Roberto Strigari dann den Siegtreffer auf dem Fuß, schoss aber aus kurzer Distanz über das Tor.

"Ich bin zufrieden, wie meine Mannschaft den Kampf angenommen hat. Das war angesichts unserer dünnen Personaldecke super", befand Job. Sein Kollege Strehlke war letztlich ebenfalls mit dem Punkt zufrieden - auch wenn das dem SSV im Abstiegskampf nicht wirklich weiterhilft. "Abgerechnet wird zum Schluss und heute haben wir uns den Zähler verdient", lautete sein Fazit. Richtig ärgerte er sich nur wegen der Gelb-Roten Karte von André Marquet in der Nachspielzeit, der erst den Ball wegschoss und wenig später für ein Foul verwarnt wurde. "Das war disziplinlos und absolut unnötig."

Genclerbirligi Opladen - Post SV Solingen 5:2 (4:1). Dank einer blitzsauberen ersten Hälfte klettern die Opladener weiter in Richtung unteres Mittelfeld. Maßgeblichen Anteil daran hatten die Brüder Mustafa und Fatih Uzun, die quasi im Alleingang für die vier Tore der ersten Hälfte verantwortlich waren. Mustafa besorgte das 1:0, Fatih das 2:0 (21.), erneut Mustafa das 3:0 (25.) und Fatih schließlich wieder das 4:0 (43.). Einzige Schönheitsfehler waren das 1:4 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sowie das 2:4 durch ein Eigentor von Keeper Ercan Demirkan kurz nach der Pause. Mit Boray Aydins 5:2 (70.) war die Partie aber vorzeitig entschieden.

SC Holweide - SV Schlebusch II 5:1 (2:1). "Das war ein mehr als gebrauchter Tag. Wir haben alles vermissen lassen und dann auch noch Verletzungen zu beklagen", fasste Trainer Markus Müller ein für ihn deprimierendes Spiel zusammen. Benjamin Liese (Verdacht auf Innenbandriss) und Marc Kuhlewind (Verdacht auf Mittelfußbruch) mussten jeweils mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Dennis Reeke zog sich schon im ersten Durchgang eine Muskelverletzung zu. "Die Niederlage ist in der Höhe leider absolut verdient", sagte Müller, der nur einmal Grund zum Jubeln hatte, als Adil Ben Abdellah in der 16. Minute die Führung erzielt hatte.

Bergfried Leverkusen - VfL Poll 2:4 (1:0). Bereits zur Halbzeit war Trainer André Fanroth, trotz der Führung von Kai Holtorff (25.) nicht zufrieden. "Im Training sind die Jungs gierig und zeigen Einsatz, heute ist das wieder eher Larifari", meinte der Coach. Mit Patrick Schneiders vom Fanclub viel umjubelten 2:0 kurz nach der Pause schien es trotz der dürftigen Leistung für ein Ende der Pleitenserie zu reichen, aber individuelle Fehler spielten den Pollern gleich viermal in die Karten. "Wir sind in alte Muster verfallen und haben die Ordnung verloren", beklagte Fanroth.

Bedrohlich könnte es derweil werden, wenn Brück - wie heute - nicht mehr antritt: Sechs Punkte gingen Bergfried verloren.

Quelle: RP
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