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Leichtathletik
NRW-Meisterschaften: TSV-Athleten dominieren den Speerwurf

Leichtathletik: NRW-Meisterschaften: TSV-Athleten dominieren den Speerwurf
Katharina Molitor FOTO: Wolfgang Birkenstock
Leverkusen. In Bottrop feierten die Leverkusener Doppelsiege. Allerdings verletzte sich Till Wöschler schwer und muss die Saison beenden.

Bei den offenen NRW-Meisterschaften in Bottrop kämpften die Athleten mit Regenschauern und Windböen. Im Speerwurf der Männer und Frauen feierten die TSV-Athleten jeweils Doppelsiege, wobei sich der U 20-Welt- und U 23-Europameister Till Wöschler aber schwer verletzte. Insgesamt sammelten die TSV-Athleten acht Gold-, fünf Silber-, und zwei Bronzemedaillen.

Der Stabhochsprung der Männer versprach einer der Höhepunkte der Veranstaltung zu werden. Leider verhinderte der Wettergott am Sonntag aber den Wettkampf. Das Verletzungsrisiko war den meisten Athleten rund vier Wochen vor den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg (24. bis 26. Juli) schlicht zu groß.

Aus Leverkusener Sicht setzten die Speerwerfer ein großes Ausrufezeichen. Till Wöschler ließ seinen Speer so weit fliegen, wie seit 2011 nicht mehr. Mit 80,41 Meter durfte er sich über den Sieg und einen neuen Stadionrekord freuen. Für den Doppelsieg sorgte Patrick Walecki (71,06 Meter). Doch dann kam die Ernüchterung: Wöschler zog sich erneut einen Teilabriss der Sehne im Ellenbogen zugezogen. "Das heißt, die Saison ist mal wieder gelaufen, bevor es richtig losgehen konnte. Irgendwie soll's nicht sein", schrieb der 24-jährige auf seiner Facebook-Seite.

Den angestrebten Doppelsieg im Speerwurf der Frauen sicherten sich Katharina Molitor und Linda Stahl. Molitor ließ ihren Speer im letzten Versuch auf 61,12 Meter fliegen und gewann vor Teamkollegin Stahl die Goldmedaille. Stahl kam auf 60,31 Meter und sagte: "Ich habe mich super eingeworfen. Gerade vor dem ersten Versuch kam aber der Schauer, so dass ich auf dem nassen Boden Angst hatte zu stemmen. Für den nächsten Wettkampf nehme ich das Gefühl vom Einwerfen mit."

Für einen souveränen Sieg sorgte Hochspringer Torsten Sanders. Nachdem er Ende Mai in Weinheim die U 23-EM Norm von 2,21 Meter auf den Punkt erfüllte, ließ er mit 2,20 Meter in Bottrop die zweibeste Leistung seiner jungen Karriere folgen. Auch im Hammer- und Diskuswurf standen vier TSV-Athleten - wie erwartet - auf dem obersten Podestplatz. Mit zehn Meter Vorsprung ging der klare Sieg im Hammerwurf der Frauen an Daniela Manz. 64,74 Meter wurden für sie gemessen. Disziplinkollege Stefan Voitl dominierte bei den Männern und bekam für 53,94 Meter ebenfalls die Goldmedaille überreicht. Marike Steinacker und Benedikt Stienen bewiesen einmal mehr, dass der Sieg bei Landesmeisterschaften nur über sie geht. Marike Steinacker ließ ihr Ein-Kilo-Gerät auf 53,80 Meter fliegen - zu weit für ihre Konkurrenz. Für Benedikt Stienen wurden 57,36 Meter gemessen.

Mittelstrecklerin Lena Klaassen nahm als 1500-Meter-Spezialistin die 800 Meter in Angriff und verfehlte in 2:07,93 Minuten nur knapp ihre Saisonbestleistung (2:07,20 Minuten). Für ihre Leistung bekam sie die Silbermedaille. Frederike Hogrebe sprintete in dem vom Winde verwehten 400-Meter-Hürden-Finale in 61,07 Sekunden auf Platz zwei. Im Hochsprung-Wettkampf der Frauen holte sich Siebenkämpferin Kira Biesenbach mit 1,69 Meter die Silbermedaille. Platz drei ging an Melina Brenner (1,64 Meter).

Über eine Bronzemedaille freute sich Zehnkämpfer Torben Blech. Der Athlet von Axel Berndt lief den 110-Meter-Hürdenwald in 14,89 Sekunden und sicherte sich Platz drei.

(erer)
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