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Hockey
Nur ein Tor fehlt RTHC zum Aufstieg

Essen. Am Ende der Saison sind die Leverkusenerinnen punktgleich mit Club Raffelberg, doch die Duisburgerinnen haben mehr Treffer erzielt und ziehen deshalb in die 2. Bundesliga ein. Von Tobias Knüfermann

Es hat nicht sollen sein. Die Hockeyspielerinnen des RTHC haben die Rückkehr in die Zweite Bundesliga verpasst. In einem dramatischen Finale fehlte dem RTHC am Ende der kompletten Saison ein einziges Tor zur Regionalliga-Meisterschaft und des damit verbundenen Aufstiegs. Trotz des 4:1 (2:0) Erfolgs beim ETuF Essen konnte die Mannschaft um Spielführerin Dana Wagner nicht mehr am Club Raffelberg vorbeiziehen, der sich zum Abschluss gegen Rot-Weiß Köln II mit 3:2 (1:1) durchsetzte. In der Endabrechnung ist sowohl die Punkteanzahl, als auch die Tordifferenz beider Teams absolut identisch. Lediglich die mehr geschossenen Tore des Club Raffelberg (49:18) gaben den Ausschlag gegenüber den bitter enttäuschten Leverkusenerinnen (39:8), die nun ab Mitte August den nächsten Versuch in der Regionalliga starten müssen.

RTHC-Trainer Volker Fried war niedergeschlagen: "Man muss hier wirklich von einem Drama sprechen. Knapper kann sowas nicht entschieden werden. Es ist unfassbar, dass nach so einer langen Saison ein einziges Tor entscheidet über Aufstieg und Tränen entscheidet. Aber das ist nun mal Sport."

Die Partie in Duisburg war bereits einige Minuten zuvor beendet gewesen. Zu diesem Zeitpunkt stand es am Essener Baldeneysee lediglich 2:1 für Leverkusen. Der RTHC brauchte also auf den letzten Drücker noch drei Tore. Dana Wagner (65. Minute) und Anne Rings (67.) ließen mit ihren Toren die RTHC-Herzen für einige Minuten noch mal höher schlagen, der Treffer zum 5:1 wollte aber trotz einiger Möglichkeiten einfach nicht mehr fallen. Bei den tapferen RTHC-Damen flossen danach Tränen, während sich der CR in Duisburg im siebten Himmel wähnte. Leverkusens Trainer Volker Fried versammelte sein Team gleich nach Spielschluss in einem Kreis und lobte den aufopferungsvollen Kampf. Die Stimmung hellte sich aber nicht mehr auf. Trotz des bitteren Moments blickte der erfahrene Coach aber auch schon wieder nach vorn: "Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Wir müssen das Positive mitnehmen, damit es im nächsten Anlauf klappt."

Beim Tabellendritten ETuF Essen, der sich vor der Saison ebenfalls den Aufstieg vorgenommen hatte, zeigte Leverkusen eine gute Leistung und führte bereits früh durch Eva Lehmann und Fina Pütz mit zwei Treffern. Gleich nach der Pause kassierte die Fried-Truppe aber den Anschlusstreffer und ließ sich davon etwas aus der Ruhe bringen. Erst in der Schlussphase wurden die Aktionen vor dem Essener Tor wieder zwingender.

Quelle: RP
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