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Lokalsport
Padeken - Abwehrchef beim Leichlinger TV

Leichlingen. Der 2,04 Meter große Handballer überzeugt in dieser Drittliga-Saison - heute ist der Neusser HV zu Gast.

Für Henning Padeken läuft in dieser Saison vieles anders als noch im vergangenen Jahr. Während der Handballer des Drittligisten Leichlinger TV die Partien der vorherigen Spielzeit größtenteils von der Bank aus beobachtete, ist er heute zu der Konstanten im Team von Trainer-Manager Frank Lorenzet geworden. In der Deckungsmitte spielte er fast jede Partie über die volle Distanz und überzeugte dank sehr solider Leitungen. Eine Vermutung ist da natürlich naheliegend und Padeken ist gleicher Meinung: "Ich sehe mich durchaus als Abwehrchef. Ich denke, ich kann meinen Nebenleuten eine Menge Sicherheit geben."

Auch von Außen lässt sich diese Behauptung bestätigen. Der 2,04 Meter große Mann macht allein durch seine Größe Eindruck und zählt im Team auch zu denen, die während des Spiels mehrfach den Mund aufmachen. Ein Aspekt, den er bei den auf Platz vier glänzend liegenden Leichlingern noch bemängelt. "Hinten müssen wir mehr miteinander sprechen. Aber das ist nur ein Punkt. In der Deckung sehe ich insgesamt noch viel Verbesserungspotenzial", sagt Padeken, der sich selbst nicht ausnimmt.

Das Blockspiel und das damit verbundene Zusammenspiel mit den beiden Keepern Ante Vukas und Damian Bungart sei beispielsweise noch verbesserungswürdig. "Wir haben da noch einige Abstimmungsprobleme", sagt Padeken.

Zudem bestätigt er den Eindruck, den auch schon sein Teamkollege Joshua Reuland aussprach: "Sobald wir mit drei bis vier Toren führen, schleicht sich in der Deckung der Schlendrian ein. Das ist für mich der Hauptgrund, warum wir heute auf Platz vier und nicht auf Position eins stehen."

Besonders bitter waren für Padeken die beiden Niederlagen gegen Krefeld und Minden, wo deutlich mehr drin gewesen wäre.

Insgesamt sagt aber natürlich auch der kritische Handballer, dass die Saison "bislang nicht unbedingt schlecht" laufe. Damit das so bleibt, fordert er von sich und seinen Teamkameraden einen Sieg, wenn heute Abend der Neusser HV im Smidt-Forum (20 Uhr) gastiert. "Das wird noch einmal eine härtere Nuss als die vergangenen beiden Spiele", meint Padeken, "wir müssen alles geben. Wir sind der Favorit."

Im Spiel wird der 29-Jährige dann höchstwahrscheinlich nicht nur in der Deckung am Start sein, sondern den Gegner auch an dessen Kreis möglichst beschäftigen. Neuerdings setzt Coach Frank Lorenzet Padeken nicht ohne Erfolg auch vorne ein. "Ich musste mich etwas umgewöhnen, aber vorne kann ich auch helfen", sagt er - und hat Recht damit.

(mol-)
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