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Lokalsport
Paralympics: Schon acht TSV-Athleten qualifiziert

Leverkusen. Mit sieben Rio-Normen endete das Pfingstwochenende für die Para-Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen. Zum Auftakt der Wettbewerbe in Barcelona gab es über 100 Meter zunächst nicht die erhofften schnellen Zeiten. Nach einer fast einstündigen Zeitverzögerung fehlte den Athleten Heinrich Popow (13,16 Sekunden), Felix Streng (11,41) und Johannes Floors (11,74) die Spannung. Irmgard Bensusan wurde nach einem Fehlstart disqualifiziert. Deutlich besser lief es bei ihr aber über die 200 Meter. Bei ihrem Saisoneinstieg unterbot mit 27,59 Sekunden auf Anhieb die Rio-Norm.

Noch besser lief es über die 400 Meter. Johannes Floors, der auf Bahn sieben startete, zeigte ein couragiertes Rennen von der Spitze und siegte mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 49,47 Sekunden. Weltmeister David Behre, der in Barcelona nach Verletzungsproblemen sein erstes Rennen bestritt, hängte sich an seinen Vereinskollegen und blieb mit seiner Zeit (50,31) ebenfalls unter der Rio-Norm.

Über 1.500 Meter zeigte Moritz Raykowski ein gutes Rennen und verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 4:55,79 Minuten.

Im Weitsprungwettbewerb hatten die Sportler nicht nur mit dem Regen zu kämpfen, sondern auch mit der Absprungzone der Sehbehinderten, die die Brettspringer irritierte. Trotzdem zeigten die drei Leverkusener starke Leistungen, die Spitzenplatzierungen im Weltranking bedeuten.

Markus Rehm landete mit 8,02 Metern ein weiteres Mal jenseits der acht Meter. Felix Streng rangierte mit 6,71 Metern direkt hinter Rehm auf Platz zwei. Heinrich Popow sprang mit 6,12 Metern zum zweiten Mal innerhalb eine Woche über sechs Meter und deute an, dass es für ihn in dieser Saison noch sehr weit gehen kann. Zum Abschluss des Events zeigte die 4 x 100 Meter-Staffel bei ihrem Saisoneinstieg, dass mit ihr auch in diesem Jahr zu rechnen ist. Trotz der kurzen Regenerationszeit der 400-Meter-Läufer und der Weitspringer lief das Team eine Zeit von 43,07 Sekunden.

Beim Grand-Prix Sportfest in Mesa (USA) übertraf Vanessa Low im Weitsprung mit 4,65 Metern die Rio-Norm. Insgesamt sprang die 25-Jährige vier Mal 4,50 Meter und weiter. Sie untermauerte ihre Ambitionen für Rio. Über 100 Meter sprintete Low ebenfalls zur Norm (16,06), kam jedoch nach einem guten Start nicht wie gewünscht ins Rennen.

Danach herrschte Aufregung. Die Wettkampfprothesen der 25 Jahre alten Sprinterin waren verschwunden. Nach einem Polizei-Einsatz, sowie einem Aufruf über die sozialen Medien, tauchten die Prothesen wieder auf.

Damit haben bereits acht TSV-Athleten die Rio-Norm trotz des hohen Qualitätsanspruchs (Platz fünf der Weltrangliste 2015) erfüllt.

"Leider lief die Reise nach Barcelona nicht ganz so ab, wie wir es uns vorgestellt hatten. Dennoch haben die Athleten das Beste aus der Situation gemacht. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein", bilanzierte Jörg Frischmann, Geschäftsführer der Leverkusener Behindertensporabteilung.

(tro)
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