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Lokalsport
Pokal: Schlebusch müht sich gegen Bergfried

Leverkusen. Der Fußball-Landesligist brauchte beim 4:2 gegen Bergfried die Verlängerung. Auch der FCL ist weiter.

Sechs Tore, zwei Platzverweise, über 120 Minuten Spielzeit - das Lokalderby in der vierten Kreispokalrunde zwischen den Fußballern des A-Ligisten SV Bergfried und Landesliga-Aufsteiger SV Schlebusch hatte es in sich. Dank seiner Standards setzte sich der SVS mit 4:2 (2:2, 0:1) nach Verlängerung am Höfer Weg durch. "Wir haben zu viele Fehler gemacht, sind aber mit einem blauen Auge davon gekommen", befand Trainer Stefan Müller.

Sein Gegenüber Wolfgang Klaebe, der André Fanroth bei den nächsten Spielen vertritt, war hochzufrieden. "Die Jungs haben alles gegeben und sich teuer verkauft", lobte er. Sebastian Bamberg brachte den Außenseiter in der 37. Minute in Front, als er nach einem Ballverlust von Tobias Balduan den chancenlosen Keeper Christoph Geschonneck aus 40 Metern überwand. Bis zur 72. Minute taten sich die Gäste enorm schwer. Erst eine Einzelleistung von Niklas Hammes brachte den Ausgleich, als er von Patrick Schneider elfmeterreif gefoult worden sein soll: Yannik Raufeiser verwandelte eiskalt. Sieben Minuten später sorgte eine weitere Einzelleistung von Tobias Grützner, der Denis Labusga bediente, für das 1:2.

Der Favorit schien sich gefangen zu haben, ehe es hektisch wurde. Marc Fanroth kam im Strafraum der Schlebuscher zu fall, der Pfiff blieb aus, dafür flog Schneider mit Gelb-Rot wegen Reklamierens vom Platz (85.). "Was wir mit zehn Mann dann abgebrannt haben, war klasse", sagte Klaebe zur Schlussphase.

Die Bergfrieder warfen alles nach vorne und glichen in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Marius Döneke verdient aus. In der Verlängerung war allerdings nichts mehr drin, binnen fünf Minuten war die Partie entschieden: Raufeiser schlug zwei Eckbälle, Hammes stand zweimal allein und schnürte per Kopf einen Doppelpack zum Endstand. Auch nach Gelb-Rot für SVS-Angreifer Sebastian Labusga (101.) spielte der Landesligist die Partie eiskalt nach Hause.

Am Dienstag (19.30 Uhr) kommt nun der FC Pesch nach Schlebusch - pikanterweise ist Schlebusch am Sonntag (15.15 Uhr) beim FC Pesch in der Liga zu Gast.

Das Pokalmärchen des SSV Alkenrath ist ebenfalls zu Ende: Der B-Ligist verlor seine Partie gegen A-Ligist SC West mit 0:1 (0:1), verkaufte sich aber erneut teuer.

Beim B-Ligisten SSV Nippes 12 setzten sich die Bezirksliga-Fußballer des FC Leverkusen nach hartem Kampf mit 3:1 (2:1) durch und ziehen damit in die fünfte Pokalrunde ein. "Das war aber ein hartes Stück Arbeit. Wir hatten leider wieder Phasen in unserem Spiel, die gar nicht gut waren", musste Spielertrainer Chrisovalantis Tsaprantzis zugeben.

Stelios Kalatoudis brachte den Favoriten schon nach vier Minuten in Führung, Aristote Mambasa Masudi erhöhte nach gut einer Viertelstunde auf 2:0. Praktisch im Gegenzug kassierten die Gäste den Anschlusstreffer, fortan hatte der Außenseiter mehr vom Spiel. "Ich habe leider kurz vor dem Seitenwechsel eine ganz dicke Chance vergeben. So blieb es lange Zeit spannend", meinte Tsaprantzis. Erst eine Viertelstunde vor dem Abpfiff gelang Erkan Öztürk der dritte Treffer und die damit verbundene Entscheidung.

In der Kreisliga A stand folgende Partie an: Genclerbirligi Opladen - BV Bergisch Neukirchen 2:2 (1:2). In einer sehr abwechslungsreichen Begegnung trennten sich Genclerbirligi und Bergisch Neukirchen 2:2-Unentschieden. "Wir hatten in der Schlussphase sicherlich die größeren Chancen auf den Siegtreffer. Doch unter dem Strich geht die Punkteteilung in Ordnung", sagte Neukirchens Trainer Michael Czok, der mit der Ausbeute von vier Zählern aus den ersten beiden Partien sehr zufrieden ist.

Frederik Kosegarten (23.) und Tim Reckzügel (25.) sorgten für den perfekten Start der Gäste. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Platzherren das Geschehen aber besser in den Griff. Yücel Balyemez stellte mit seinem Doppelpack (44./47.) wieder den Ausgleich her. In der Folgezeit waren die Opladener dem dritten Treffer zunächst näher. "Wir haben aber gut die Kurve bekommen", berichtete Czok und verwies auf beste Möglichkeiten von Reckzügel. Allerdings fehlte dem Neukirchener im Abschluss die Genauigkeit.

Genclerbirligi: Demirok, Ocakli, Sezer (84. Nicklas), Dasman, Fatih Uzun (40. Aydin), Faruk Uzun, F. Demir, Balyemez, M. Uzun, Berisha (40. Arifi), Kefkir.

BVN: Schumacher, Wirtz, Serres (61. Steinberg (81. L. Brandenburg)), Mollek, la Marca, Reckzügel, Schick, Kosegarten, M. Reihn (61. Duhm), Schmitz, Mücke.

(mane)
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