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Lokalsport
Pollap ist der herausragende Schwimmer bei den "Deutschen"

Leverkusen. Bei den Kurzbahn-Meisterschaften der Behindertensportler feierte er acht Podestplätze.

Bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen der Behindertensportler im Remscheider Sportbad haben die TSV-Athleten elf Titel geholt und zwei Deutsche Rekorde aufgestellt. Herausragender Sportler war Tobias Pollap, der bei allen acht Starts aufs Podest schwamm. Er siegte über 100m Schmetterling, 200m Lagen, 100m Lagen und 50m Freistil - und stellte in seiner Startklasse S7 überdies Deutsche Rekorde über 50m Rücken (0:37,99 Minuten) und 100m Lagen auf (1:17,86).

Sebastian Iwanow, Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Weltmeisterschaften, gab eine kurze Visitenkarte ab. Nach einer Verletzung noch nicht wieder fit, schwamm er über 200 Meter Rücken auf den dritten Platz und wurde Sechster über 100m Freistil.

Erkältet ging Hannes Schürmann im heimischen Sportbad an den Start. Dennoch belegte er den zweiten Platz über 200m Schmetterling und 100m Rücken. Auf der Rückenstrecke schwamm er Deutschen Rekord (1:18,71 Minuten) in seiner Startklasse S7. Zudem wurde der Youngster gemeinsam mit Pollap, Bastian Fontayne (beide SG Bayer) und Adam Karas (SF Unna 01/10) Kurzbahnmeister mit der Staffel über 4x 50m Freistil und Vizemeister über 4x 100m Freistil. Auch Fontayne zeigte sich in sehr guter Form und belegte über 200m Rücken und 100m Rücken Platz zwei sowie über 100m Lagen, 200m Freistil und im großen Mehrkampf Rang drei. Den kleinen gewann er sogar.

Gute Leistungen boten überdies die Nachwuchsathleten. Taliso Engel wurde gleich sieben Mal in seiner Altersklasse Deutscher Jugendmeister. Dazu kamen ein zweiter und ein dritter Platz. Zum Abschluss gewann er den großen Mehrkampf im 400m-Finale. Besonders erfreulich waren die neuen Bestzeiten, die in letzter Zeit etwas auf sich warten ließen. Als Belohnung wurde er in den D/C Kader, den Nachwuchskader der Paralympischen Nationalmannschaft, aufgenommen. Jannes Katirtzis (SG Bayer) gewann einmal Gold und zwei Mal Bronze.

Für die Bundeskaderathleten Sebastian Iwanow, Tobias Pollap, Hannes Schürmann und Bastian Fontayne sind bereits längst die Blicke Richtung Paralympics 2016 gerichtet. Im kommenden Jahr gibt es bei den Schwimmern die Besonderheit, dass neben den Paralympics in Rio vorher die Offene Europameisterschaft in Funchal/Portugal stattfindet. Allerdings fehlen dem deutschen Schwimmteam noch die notwendigen Startplätze für Rio, so dass selbst eine Normerfüllung nicht das begehrte Ticket für die Paralympics bedeutet.

Aus diesem Grund stehen für die Schwimmer in diesem Jahr weitere zwei internationale Wettkämpfe auf dem Programm: für die Nachwuchssportler die Polish Open, während es für die A- und B-Kaderathleten nach Amsterdam geht.

Quelle: RP
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