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Reise nach Chemnitz endet mit Debakel

Lokalsport: Reise nach Chemnitz endet mit Debakel
Angefressen nach der deutlichen Pleite: Achim Kuczmann. FOTO: umi
Leverkusen. Die Giants kamen beim 59:89 in der zweiten Basketball-Liga unter die Räder.

Im Fußball lautet die erste Einschätzung nach besonders deutlichen Niederlagen meist "lieber einmal 0:6 verlieren, als sechsmal 0:1". Weil aber beim Basketball grundsätzlich deutlich mehr Punkte fallen, ist die Verwendung dieser Weisheit im Normalfall nur im übertragenden Sinn möglich. Die Niederlage der Bayer Giants in Chemnitz fiel mit 59:89 (36:50) jedoch derart krachend aus, dass in diesem Fall ein Vergleich durchaus angemessen erscheint.

"Den Schwung aus dem Spiel gegen Hamburg mitnehmen", lautete die Vorgabe für das Duell mit den Niners, die zudem in zwei Heimspielen noch keinen Erfolg verbuchen konnten. Am Ende stand indes ein totales Desaster.

Achim Kuczmann jedenfalls hatte Schwierigkeiten, das Geschehen auf der anschließenden Presskonferenz in Worte zu packen: "Wir sind nie richtig im Spiel gewesen, zwischendurch hatten wir schon einige gute Szenen, aber insgesamt haben wir heute nicht als Mannschaft funktioniert. Ich war schon froh, als das Spiel endlich vorbei war."

Schon nach dem ersten Viertel (19:29) lagen die Riesen klar zurück, doch anstatt sich ranzukämpfen, verzettelten sich die Spieler zu oft in kopflosen Einzelaktionen. Die daraus resultierenden 59 Zähler bedeuten in dieser Spielzeit klar Minusrekord, besonders aus der Distanz, sonst immer eine von Bayers größten Trümpfen, gelang so gut wie nichts (3/20). Auch die Freiwurfquote (54 Prozent) war nur unwesentlich besser. "Es gibt Spiele, in denen nach vorne kaum etwas gelingt, aber heute haben wir in der Defense nicht wie die Giants gespielt", befand Kuczmann.

Vor dem starken US-Trio der Sachsen mit Stacy Wilson, Nathan Buss sowie Spielmacher Virgil Matthews hatte der Coach seine Spieler eindringlich gewarnt, am Ende sorgten diese drei dennoch für fast 60 Prozent der Niners-Punkte. So geriet vor allem das dritte Viertel zum bisherigen Tiefpunkt dieser Saison. Mit dem festen Vorsatz, die Partie noch zu drehen oder sich zumindest nicht kampflos in die Niederlage zu ergeben, kamen die Leverkusener aus der Kabine und kassierten innerhalb weniger Minuten einen 2:10-Lauf, was den endgültigen K.o. bedeutete. Der dritte Abschnitt endete gar 7:25.

Dass die Pleite nicht noch schlimmer ausfiel, hatten die Riesen ihren Reserve-Spielern zu verdanken, Daniel Merkens, Sören Bich und Niklas Behler wussten den Umstand zu nutzen, dass es Chemnitz in den letzten Minuten des Spiels mit der Konzentration nicht mehr so genau nahm. "Die jungen Spieler haben das im letzten Viertel noch ganz ordentlich gemacht, das war es dann aber auch schon mit dem Positiven", lautete Kuczmanns Fazit.

Giants: Brandon (12), Bich (3), Heckel (3),Behler (3), Kreklow (3), Knapp (13), Heinzmann (5), Zraychenko (2), Kuczmann (11),Hulbin (4), Merkens, Twiehoff.

(sl)
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