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Lokalsport
RTHC-Teams weiter im Fahrstuhl

Leverkusen. Die Sommersaison ist für die Tennis-Teams des RTHC Bayer Leverkusen alles andere als positiv verlaufen. Lediglich die Herren 30 hielten sich gerade so in der Bundesliga, die anderen drei höchst spielenden Mannschaften mussten wieder absteigen. Von Lars Hepp

Seit mittlerweile 15 Jahren ist Ralph Lampe als Trainer für die Tennis-Leistungsmannschaften des RTHC verantwortlich. In seiner langen Karriere hat der 50-Jährige schon einiges miterlebt. "Wir gehören immer zu den Fahrstuhlmannschaften. Bei den Damen sind wir in der Regel zu gut für die Regionalliga, aber zu schwach für die zweite Bundesliga. Bei den Herren ist es das Gleiche nur zwischen der Regional- und Oberliga", erklärt der Coach.

Die Damen hatten bis zum letzten Spieltag alle Chancen auf den Klassenverbleib. Das Finale in Münster ging allerdings mit 4:5 verloren und so blieb nur der vorletzte Platz. Besonders die derbe 2:7-Niederlage am dritten Spieltag in Berlin hinterließ Spuren. Das Fehlen von Bibiane Weijers und Romy Kölzer machte sich negativ bemerkbar. Für die Mannschaft wird sich aber auch in der nächsten Spielzeit nicht sonderlich viel ändern, denn das Gerüst bleibt so zusammen. Einzige Wackelkandidatin ist Nina Scholten, die sich mit Abwanderungsgedanken herumträgt. "Wir werden auch in der Regionalliga wieder eine gute Truppe stellen und wollen um den Aufstieg mitspielen", betont Lampe.

Ärgerlich war im Herrenlager der spontane Rückzug von Christian Hansen kurz vor dem Ende der Meldefrist. Einen solch konstanten Spieler könne man beim RTHC laut Lampe nicht ersetzen, zumal auch die Zeit damals Ende Januar fehlte. "Dafür haben unsere Youngsters wie Christian Graff ihre Sache aber hervorragend gemacht", kann Lampe auf eine makellose Bilanz von sechs Einzelsiegen beim 22-Jährigen verweisen.

Aufgrund der wesentlich höheren Ausländerquote bei den Konkurrenten sei der Abstieg aus Leverkusener Sicht durchaus zu verschmerzen. "Wir werden in der Oberliga den Neuaufbau vorantreiben und dabei noch stärker auf unsere Talente aus den eigenen Reihen setzen", sagt der Übungsleiter. Allerdings bleiben die Eckpfeiler wie Dennis Mertens, Philipp Pakebusch und Aleksandar Djuranovic weiter erhalten.

Während sich die Damen 30 sang- und klanglos aus der Regionalliga aufgrund permanenter personeller Engpässe verabschieden mussten, sicherten wenigstens die Herren 30 in der Bundesliga den Klassenerhalt. Mit einem deutlichen 7:2-Heimsieg über Ahrensburg schafften die Männer vom Kurtekotten die Qualifikation für ein weiteres Jahr in der höchsten Spielklasse. "Und ich gehe fest davon aus, dass wir im nächsten Sommer auch mit den anderen Teams wieder mehr Grund zum Jubeln haben werden. Diesen Zustand hatten wir schon einige Male", betont der erfahrene Trainer.

Quelle: RP
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