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Lokalsport
Schemberas Traum von Rio geplatzt - Przybylko sagt DM ab

Leverkusen. Die Teilnahme an den Sommerspielen in Rio war sein großes Ziel. Den Traum von einem Olympia-Start muss Robin Schembera, der in diesem Jahr nicht recht in Tritt kommt, nun aber begraben. Das liegt zum einen an immer wiederkehrenden Schmerzen in der Hüfte. Bereits in der zurückliegenden Saison zog sich der 27-Jährige auf dem Rückweg der World Relays auf den Bahamas eine Entzündung der Nerven zu. Die schienen nach längerer Pause und intensiven Behandlungen zwischenzeitlich behoben. Beim Versuch, das Training nach dem "verdorbenen Winter" zu intensivieren, flammten die Probleme aber erneut auf. "Ein Marathon an Schmerzmitteleinnahme, Spritzen und manuellen Therapien folgte", wie Schembera auf seiner Facebook-Seite schreibt. "Nun, am Ende dieser zähen Wochen und Monate musste ich einsehen, dass ein weiteres unkonstantes Training nichts mehr bringt. Bei einer guten Form hätte ich mich noch irgendwie mit Schmerzmitteln bis zum Saisonhöhepunkt durchbeißen können. Dank des Januar-Trainingslagers steht das jedoch nicht zur Debatte."

Schembera absolvierte zu Jahresbeginn ein Höhentrainingslager in Kenia, das nach eigenen Angaben "nach hinten los ging". Die erhoffte Leistungssteigerung blieb nach der Rückkehr in Deutschland aus. Im Verbund mit den Verletzungsproblemen wird Schembera nach den Deutschen Meisterschaften in Kassel an diesem Wochenende sein Saison beenden. Schembera kündigte an, abschließend in der 4x400-Meter-Staffel für den TSV zu starten und danach eine Pause einzulegen.

Der Frust darüber sitzt tief. "Ich ärgere mich und ärgere mich und ärgere mich. Ich könnte weinen, um mich schlagen und schreien, weil ich in dieses Trainingslager gefahren bin", schreibt Schembera. "Es hilft alles nichts! Auskurieren und wieder erneut angreifen, so dass sich die Saison 2015 wiederholt."

Der Leverkusener wurde im vergangenen Jahr unter anderem Deutscher Hallenmeister über 800 Meter und stellte eine neue persönliche Bestzeit auf (1:45,48 Minuten).

Mateusz Przybylko musste seinen Start in Kassel kurzfristig absagen. Den Hochspringer plagt eine Oberschenkelverletzung. Die soll er erst einmal auskurieren und dann gesund die geforderte Norm für die Olympischen Spiele in Brasilien in Angriff nehmen. Bisher hat noch kein Deutscher die geforderten 2,29 Meter übersprungen. Bis 12. Juli hat der TSV-Athlet dafür Zeit.

(sand)
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