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Schlebuscher Reserve gelingt der Derbycoup

Lokalsport: Schlebuscher Reserve gelingt der Derbycoup
Der 40-jährige Routinier Tobias Balduan (am Ball) und sein SV Schlebusch II gewannen das Derby bei Bergfried Leverkusen verdient. Kai Oertel (Nr. 16/21 Jahre) und seine Teamkollegen kamen vor gut 200 Zuschauern des Öfteren einen Schritt zu spät. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Durch das 2:1 stürzt der SVS II Tabellenführer Bergfried. Lützenkirchen feiert beim BV Bergisch Neukirchen ebenfalls einen Sieg. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Kreisliga A Köln: Bergfried Leverkusen - SV Schlebusch II 1:2 (0:1). Die Schwarz-Gelben feierten ausgelassen ihren Überraschungscoup: "Derbysieger! Derbysieger! Hey, hey!" sangen sie zusammen mit den gut 50 Anhängern am Höfer Weg. Die Gastgeber schlichen indes mit gesenktem Haupt vom Platz, nachdem ihr Ärger über den Schiedsrichter etwas verraucht war. Dessen Pfeife blieb stumm, als Ramon Weisstroffer in der Nachspielzeit im Strafraum der Ball an die Hand sprang - es gab keinen Strafstoß, der Bergfried den unverdienten wie schmeichelhaften Ausgleich hätte bescheren können. "Wir haben ein richtig schlechtes Spiel abgeliefert und verdient verloren", sagte Bergfrieds Coach André Fanroth. Seiner Kritik am Schiedsrichter pflichtete Gäste-Trainer Bayer Kesisoglu bei. Beide waren der Ansicht, dass zu viel Hektik in das Spiel kam, weil keine klare Linie zu erkennen war.

Dabei waren die beiden Platzverweise unstrittig: Bergfrieds Christoph Klaebe hatte in der 55. Minute nach taktischem Foul Gelb-Rot gesehen. Zuvor war er wegen Ballwegschlagen inklusive Reklamierens verwarnt worden. Auch der zweite Platzverweis des Spiels für Schlebuschs Nico Schmiedt (83.) war berechtigt, da er zu ungestüm zu Werke gegangen war. Erst danach kam Bergfried zum ersten Torschuss in der 88. Minute durch Mirco Cwikowski, eine Minute zum zweiten von Dominik Schmitz - und der dritte von Torsten Sperlich fand den Weg ins Tor (90.+1) und ließ Schlebuschs Sieg noch einmal in Gefahr geraten. "Bis zur Schlussphase haben wir klasse verteidigt", sagte Kesisoglu. Tobias Grützner (9.) und Loritz Kennedy (68.) hatten sehenswert herausgespiele Tore für die mit fünf Spielern der ersten Mannschaft verstärkten Gäste erzielt.

SC Hitdorf - Mülheim-Nord Abbruch. In der 44. Minute hatte der Schiedsrichter genug: Vier Kölner hatte er bereits verwarnt, nach Yannick Prenns 1:0 (36.) beleidigte ein Mülheimer derart rüde, dass er die Rote Karte bekam. Es folgte eine Rudelbildung mit mehreren Gästespielern, wodurch sich der Unparteiische bedroht fühlte und die Partie abbrach. Ähnliches war beim Auftritt Mülheims bei Bergfried am 4. Spieltag passiert, am "Grünen Tisch" wurden die Punkte den Leverkusenern zugesprochen.

Kreisliga A Solingen: BV Bergisch Neukirchen - SSV Lützenkirchen 1:2 (0:0). Einen überraschenden Ausgang nahm das Nachbarschaftsduell zwischen dem BVBN und dem SSV Lützenkirchen. Die Gäste, die sich mitten im Abstiegskampf befinden, entführten drei Punkte beim favorisierten Konkurrenten. "Der Gegner hat das richtig gut gemacht und wir dürfen uns nicht beschweren", sagte BVBN-Trainer Michael Czok, der aus unterschiedlichen Gründen auf viele Leistungsträgern verzichten musste.

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften noch weitestgehend. Nach der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Robin Seinsch brachte den Außenseiter in Führung (49.) und Joshua Badicke (67.) erhöhte auf 2:0. Im Gegenzug gelang Sebastian Fortyr jedoch der Anschlusstreffer. "Uns wurde dann ein Foulelfmeter nicht gegeben und um ein Haar wäre die gesamte Begegnung gekippt", sagte Job, der das Foulspiel an Lorenz Röhler als eindeutig einstufte - wie auch Neukirchen. Kurz danach sah Lützenkirchens Oliver Hartl Gelb-Rot und das Derby erhielt zusätzliche Spannung. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorne, doch mehr als ein Lattentreffer von Andre Brandenburg sollte nicht mehr herausspringen.

Genclerbirligi Opladen - FC Britannia 3:0 (0:0). Die Heimpartie von Genclerbirligi gegen den Tabellensechsten aus Solingen wurde für die Opladener zu einem Geduldsspiel. Doch dank der besseren Kraftreserven sowie dem 1:0-Führungstreffer von Elfat Sinani (86.) als "Dosenöffner" feierten die Platzherren den insgesamt zehnten Saisonsieg. In der Nachspielzeit trugen sich dann noch die Opladener Osman Ercikti und Mustafa Uzun in die Torschützenliste ein.

"Der Gegner hat in den letzten Minuten alles nach vorne geworfen, aber wir hatten die besseren Antworten parat. Besonders freut es mich, dass wir in der Verteidigung endlich mal wieder stabil gestanden haben", sagte Genclerbirligi-Trainer Toni Diomedes, der auch in den ersten 45 Minuten schon gute Gelegenheiten für seine Farben sah, allerdings agierten die Opladener noch zu ungenau.

Quelle: RP
 
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