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Sechs Tore im munteren Kreisliga-Derby

Lokalsport: Sechs Tore im munteren Kreisliga-Derby
Lützenkirchens Angreifer Dennis Marquet überwindet Witzheldens Keeper Christoph Zaß zwei Minuten vor dem Ende noch einmal. Sein Treffer zum 3:3 krönt ein starkes Comeback des SSV. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Lützenkirchen und Witzhelden trennen sich 3:3. Genclerbirligi geht bei Post Solingen unter. Schlebuschs Reserve siegt klar mit Spielertrainer Sven Bialek. Bergfried verliert 0:1, ein Kölner muss mit einer schweren Verletzung ins Klinikum. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Kreisliga A Solingen:

Lützenkirchen - VfL Witzhelden 3:3 (1:2). In einem abwechslungsreichen Kreisliga-Derby trennten sich gestern Nachmittag die Fußballer vom SSV Lützenkirchen und aus Witzhelden 3:3. In dem Aufeinandertreffen sahen die Höhendorfer allerdings beim Stand von 3:1 aus wie der sichere Sieger.

"Wir haben zum Glück noch einmal die Kurve bekommen. Vielleicht war es aber ausgleichende Gerechtigkeit, denn wir haben bei allen drei Gegentoren tatkräftig mitgeholfen", berichtete SSV-Trainer Andreas Traudisch. Aufseiten der Witzheldener war man schon enttäuscht, wie es Co-Trainer Matthias Jouy beschrieb. "Wir haben leider etliche Gelegenheiten nicht im SSV-Tor unterbringen können. So gesehen sind wir dafür verantwortlich, dass das Spiel nur Unentschieden ausgegangen ist", meinte Jouy.

Bereits nach zehn Minuten war Abdelhakim Dardiki mit dem Führungstreffer für die Platzherren zur Stelle. Max Ohm nutzte nach etwas mehr als einer halben Stunde einen SSV-Fehlpass zum 1:1-Ausgleich aus. Praktisch mit dem Pausenpfiff war wieder Ohm für die Pausenführung verantwortlich. Als Roberto Strigari nach 62 Minuten zum 3:1 traf, da schien die Begegnung zu Gunsten der Witzheldener zu laufen. "Vielleicht haben wir einfach nur Glück gehabt", betonte Traudisch und verwies auf den direkten 2:3-Anschlusstreffer durch Niklas Berr. Damit schöpften die Lützenkirchener neue Hoffnung, die zwei Minuten vor Spielende durch den 3:3-Ausgleich des starken Dennis Marquet gipfelte.

Post SV Solingen - Genclerbirligi Opladen 8:1 (3:1). Eine halbe Stunde hielten die Opladener die Begegnung beim Tabellennachbarn in Solingen offen. Danach passte bei den Gästen überhaupt nichts mehr zusammen und die Mannschaft um Spielertrainer Ilyas Katar kassierte eine Packung. "Mir fehlen für diesen Auftritt wirklich die Worte. Bei uns hat die Einstellung überhaupt nicht gestimmt", gab Katar hinterher zu Protokoll. Nach dem frühen 0:1-Rückstand (7.) durften die Opladener durch den Ausgleichstreffer von Hamdi Celik (23.) auf einen positiven Ausgang hoffen. Doch nur sieben Minuten lang, denn dann gingen die Platzherren wieder mit 2:1 in Führung. Praktisch mit dem Pausenpfiff und dem dritten Gegentor nahm das Unheil seinen Lauf. Im zweiten Spielabschnitt bekamen die Gäste nichts mehr auf die Reihe, die weiteren Gegentore waren die logische Konsequenz. Zu allem Überfluss sah Murat Demir die Gelb-Rote und Muhammed Yilmaz sogar die Rote Karte.

Kreisliga A Köln: Gremberg-Humboldt - SV Schlebusch II 1:5 (0:2). Zweites Spiel, zweiter Sieg unter Interims-Spielertrainer Sven Bialek. Unzweifelhafter "Held" des Spiels war Sturmtank Adil Ben Abdellah, der die Treffer zum 0:1, 0:2, 1:4 und 1:5 erzielte. Den dritten Treffer steuerte Pascal Meyer bei.

Bergfried Leverkusen - Viktoria Köln 0:1 (0:1). Paroli boten die Gastgeber trotz zweier Schlüsselszenen in der ersten Halbzeit: In der sechsten Minute rasselte Keeper Sascha Mondorf mit einem Kölner Stürmer zusammen, der sofort K.O. ging und knapp 22 Minuten auf dem Platz behandelt werden musste, ehe er von einem Krankenwagen ins Klinikum gebracht werden musste mit Verdacht auf Schädelbruch. Nach der Unterbrechung kochten bei einer Rudelbildung die Emotionen hoch und Maximilian Motzkus ließ sich zu einem Schubser hinreißen, was der Unparteiische mit der Roten Karte ahndete (17.). "Da dürfen wir uns nicht hinreißen lassen, aber ich finde es befremdlich, dass nur unser Spieler bestraft wurde", sagte Trainer André Fanroth. Eine Minute später sah David Wendling eine strittige Gelbe Karte, der Freistoß von halbrechts fand den Weg ins Tor, obwohl Keeper Mondorf behindert wurde. Zwei weitere Gelbe Karten gegen Bergfried erschwerten das Verteidigen zudem. Im zweiten Durchgang lief allerdings vieles besser bei Bergfried, sehr gute Chancen auf den Punktgewinn aber ließen die Hausherren aus.

Quelle: RP
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