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Lokalsport
Spannung, Spaß, Spektakel - und Werbung für die LTV-Handballer

Leichlingen. Als das Spektakel vorbei war, musste Frank Lorenzet erst einmal durchatmen. "Das war ein echter Fight", meinte der 49 Jahre alte Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV. "Aber hier geht es schließlich auch um was." Vor rund 550 Zuschauern im randvollem Smidt-Forum hatte seine Mannschaft zuvor gegen Volmetal alles gegeben. Eine packende Begegnung mit sehenswerten Treffern und harten Zweikämpfen sorgte für Begeisterung auf den Rängen und Jubel beim LTV, der sich 39:30 (16:16) durchsetzte. Von Moritz Löhr

Der Erfolg bedeutete nicht nur den insgesamt 21. Saisonsieg, sondern auch die Verteidigung der Tabellenführung. Drei Spieltage vor Saisonende grüßt das Team aus der Blütenstadt (42:12 Punkte) vom Platz an der Sonne und hat die besten Chancen auf die Meisterschaft. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist allerdings kein Thema.

Dabei wäre es sicherlich interessant zu sehen, wie sich das Team in seiner momentanen Form in der zweithöchsten Spielklasse schlagen würde. Zu souverän und vor allem zu abgeklärt sind die Auftritte des Teams, das vor allem physisch überzeugt. "Die Mannschaft ist topfit. Das hat sie heute einmal mehr unter Beweis gestellt", betonte Lorenzet. In der Tat scheint sich der starke Fokus auf die körperliche Arbeit, für die im Training Athletik-Coach Kay Arand verantwortlich ist, auszuzahlen. Die Mannschaft kann nicht nur über 60 Minuten extrem hohes Tempo fahren, sondern ist auch in den Zweikämpfen bärenstark.

Das bewies nicht zuletzt das emotionale Duell mit dem Aufsteiger aus Volmetal, der auch mal härter zupackte. Gleiches galt allerdings auch für den LTV. Es entstand eine ruppige Partie, mit der die Leichlinger am Ende besser zurechtkamen. Die Gastgeber fanden sowohl in Sachen Präsenz auf dem Feld als auch in taktischer Hinsicht stets die passende Antwort auf die Vorgehensweise der Gäste. Ungewöhnliche Szenen gab es im zweiten Abschnitt, als Volemtal mit einem siebten Feldspieler agierte und Leichlingen mehrfach den Ball ins leere Tor warf. Das war neben der Zeitstrafe gegen Philipp Dommermuth (54.) ein Grund, warum sich die nach der Pause regelrecht in einen Rausch spielenden Leichlinger letztlich deutlich durchsetzten.

Das mit vielen Freikarten gelockte Publikum war jedenfalls begeistert. Wenn auch künftig die Ränge so gut gefüllt wären, dürfte das Team die Begeisterung teilen. Das volle Haus und begeisternde Spiel gegen die Volmetaler, die ebenfalls viele Fans mitbrachten, waren Werbung für den Leichlinger Handball. Vielleicht hat das auch bei den Fans der "Pirates" Lust auf mehr gemacht - auch ohne Freikarten-Kontingente, wie es sie am Freitagabend gab.

Quelle: RP
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