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Lokalsport
Spiel eins ohne Stratton - BBZ empfängt Wolfpack

Leverkusen. Birgit Kunel hat keine besonders angenehme Woche hinter sich. Anfangs noch nagte das bittere 52:93 in Neuss an der BBZ-Trainerin. "Ich habe danach nicht wirklich gut geschlafen", gab sie zu. Die Chancenlosigkeit gegen einen der ganz Großen der zweiten Basketball-Liga tat weh.

Kurz darauf richtete sich ihr Blick aber schon wieder nach vorne: "Nicht nur das Ergebnis, auch das Spiel war ziemlich heftig, aber das gehört zum Sport dazu. Das ist nichts, was uns wochenlang beschäftigen muss", sagt sie.

Zwei Tage später folgte indes der nächste Tiefschlag - diesmal allerdings ganz sicher mit wochenlanger Nachwirkung. Der Verdacht bestätigte sich: Spielmacherin Jill Stratton zog sich im Rheinderby einen doppelten Bänderriss im Knöchel zu. Die 25-jährige Kanadierin wird sechs Wochen fehlen. "Eine absolute Katastrophe", kommentierte Kunel den Verlust und übertreibt mit ihrer Wortwahl nicht. Stratton war in den ersten vier Spielen nicht nur Opladens beste Schützin, sondern auch unendlich wertvoll als Ideen- und Taktgeberin, auch deshalb sagt Kunel: "Wir hoffen, dass sie früher als geplant zurückkehrt."

Allerdings klingt da auch ein Schuss Zweckoptimismus durch. In nächster Zeit wird ihre Nummer 6 definitiv fehlen und damit auch heute (Heisenberg-Halle, 16 Uhr) gegen Wolfenbüttel. Von den bisherigen Heimspielgegnern in dieser Saison ist das sicherlich mit Abstand der schwerste. "Das wird das nächste Knallerspiel", sagt Kunel vor dem Duell mit den Niedersachsen. Die jüngsten Aufeinandertreffen mit dem Tabellendritten verliefen aus BBZ-Sicht mit nur einem Sieg aus vier Partien nicht allzu glücklich. Hinzu kommt, dass die Nordlichter, die im Vorjahr bis ins Play-off-Finale vorstießen, in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Besonders bemerkenswert ist dabei die Leistung der Defense, die im Schnitt nur 49 Punkte zulässt. Selbst in Topbesetzung wäre das für den Tabellensiebten eine ganz harte Nuss geworden, und jetzt fehlt mit Stratton auch noch das Herz.

Kunel will die Probleme nicht wegreden, kampfeslustig bleibt die Trainerin dennoch: "Dann müssen eben die Spielerinnen einspringen, die noch da sind. Unser Team besteht nicht aus Einzelnen, wir werden auch gegen Wolfenbüttel alles geben und versuchen, das Maximum heraus zu holen. Dann sehen wir, zu was es reicht."

(sl)
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