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Lokalsport
Stratton überragt bei BBZ

Leverkusen. Eine starke Vorstellung boten Opladens Basketballerinnen gegen Barmen. Der 76:59-Sieg war vor allem einer engagierten Teamleistung zu verdanken. Von Sebastian Laule

Nach 37 Minuten war der Arbeitstag für Jill Stratton vorzeitig beendet. Birgit Kunel gönnte ihrer Spielmacherin mit der Auswechslung für Nadia Marcus den verdienten Sonderapplaus. Denn dass es sich BBZ Opladen bei seiner Heimpremiere am Heisenberg gegen Barmen erlauben konnte, die letzten Minuten ohne die Kanadierin zu bestreiten, lag in erster Linie an Stratton selbst. Die 25-Jährige hatte in ihren insgesamt 29 Minuten Spielzeit eine Galavorstellung abgeliefert.

"Was sie geleistet hat, war überragend - vor allem, weil sie nicht alleine für sich zockt, sondern weil sie mitspielt", lobte Kunel ihre Nummer 6. Beim Saisonauftakt in Göttingen war dem Neuzugang noch wenig gelungen. Diesmal war sie von Barmens Defensive einfach nicht zu stoppen. Wurde sie eng gedeckt, warf sie Dreier, ließ man ihr Raum, zog sie zum Korb. Nur zwei Würfe aus dem Feld und einen Freiwurf brachte Stratton nicht ins Ziel. Zu den 24 Punkten trug sie zudem auch noch zwölf Rebounds zum 76:59 (41:30)-Erfolg bei. "Das war ein intensives Spiel, aber die Mannschaft hat das super angenommen. Wir hatten nur zwei oder drei Phasen, in denen es Schwierigkeiten gab. Ansonsten hatten wir alles im Griff", lobte die BBZ-Trainerin.

Nach starker erster Halbzeit schien es Ende des dritten Viertels eng zu werden. Den 0:8-Lauf zum 52:48 konterte BBZ aber umgehend zu Beginn des letzten Abschnitts. "Barmen ist immer ein unangenehmer Gegner. Das wussten wir nicht erst seit der Vorbereitung. Aber so einen Gegner musst du zu Hause einfach schlagen, wenn du etwas erreichen willst." Dass ihrer Mannschaft das eindrucksvoll gelang, lag auch an der guten Defensivarbeit. Lediglich Wibke Bruns (21 Punkte), über die gefühlt jeder zweite Angriff der Wuppertaler lief, bereitete BBZ Probleme.

"Die Mannschaft hat sich geschickt angestellt. Allerdings haben wir dem Gegner zu viele Offensivrebounds gestattet. Da können wir noch etwas aufmerksamer werden", sagte Kunel. Neben Opladens Topscorerin zeigte auch Leonie Schütter, warum viele Konkurrenten an einer Verpflichtung der 18-Jährigen interessiert waren. Ihre Trainerin wollte den Erfolg aber nicht auf eine oder zwei Spielerinnen reduzieren: "Alleine kann man kein Spiel gewinnen. Das war ein absoluter Mannschaftserfolg, weil wir die Punkte immer toll rausgespielt haben. Die Statistik zeigt, dass alle letztlich ihren Anteil am Erfolg hatten."

BBZ: Ellenrieder (9), Marcus (2), Stratton (24), Happel (12), Schütter (21), Henning (4), Nettersheim (4), Wolff.

Quelle: RP
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