| 00.00 Uhr

Lokalsport
TSV-Volleyballerinnen: zwischen Sponsoren- und Spielersuche

Leverkusen. Neben Ruth Scheuvens und Ivana Bradara verstärkt Fabienne Coenders den TSV Bayer. In der Liga gibt es einen neuen Konkurrenten: Volleyball-Team Hamburg. Von Tobias Brücker

Für die Volleyballerinnen ist die Vorbereitungszeit ein Auf und Ab. Zwar konnten bereits qualitativ starke Spielerinnen verpflichtet werden, doch die Sponsorensuche gestaltet sich schwierig. Hinzu kommt die neuerliche Verletzung von Laura Schneider, die sich das Kreuzband riss (die RP berichtete). Das Ziel ist derweil klar formuliert: die Titelverteidigung in der 2. Bundesliga-Nord.

Geldgeber sind allerdings rar gesät. Im Hinblick auf die finanzielle Unterstützung sei es daher umso wichtiger, die bestehenden Kontakte zu pflegen, erklärt Abteilungsleiter Jürgen Rothe - noch dazu, wenn wie im Fall von Mason Invest die Verantwortlichen aus dem fernen China anreisen. "Wir konnten den Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2017 verlängern", sagt Rothe.

Ein Busunternehmen, das sich bereit erklärt, die Mannschaft für kleines Geld oder gar umsonst komfortabler als in den bisher genutzten Kleinbussen zu ihren Spielen durch die Republik zu fahren, gibt es dagegen noch nicht. "Das wird schwierig, ich hatte es mir leichter vorgestellt", gibt Rothe zu. Da müsse sich wohl jemand finden, der sich dem Sport verbunden fühle. Immerhin: Abgesehen von Schwerin, Strahlsund und Hamburg halten sich die Reisestrapazen in Grenzen. Neu ist, dass Libera Julia Lambertz unabhängig vermarktet werden kann - dafür haben sich bereits kleinere Sponsoren gefunden.

Ob die Kaderplanung erfolgreich war, bleibt abzuwarten. Der Ausfall von Außenspielerin Laura Schneider wiegt schwer, kann allerdings durch die Holländerin Fabienne Coenders aufgefangen werden, die von Pokalsieger Twente an den Rhein kommt. "Der Kontakt zu ihr bestand bereits vor der Verletzung", betont Rothe. Die Verpflichtung ist also keine direkte Reaktion.

Mit Anisa Sarac (Hamburg), Cinja Tillmann (konzentriert sich auf Beachvolleyball) und Gwendolin Lake verließen drei Spielerinnen den TSV. Insgesamt aber vergrößerte sich der Kader. Das ist auch eine Reaktion auf die vergangene Saison, in der oftmals nur sieben Spielerinnen zur Verfügung standen.

Noch ein Plus: Die Spielerinnen bringen hohe Qualität mit. Ruth Scheuvens, die von Lokalrivale Köln nach Leverkusen wechselt, kann die durch die Leichtathletik oft abwesende Katharina Molitor im Mittelblock vertreten. Der Königstransfer ist allerdings eine andere: Ivana Bradara lief international für Bosnien-Herzegowina auf. "Sie ist ein Glücksgriff, eine unglaubliche Athletin", schwärmt Rothe.

Und diese Qualität wird der TSV brauchen. Aus der Bundesliga ist Hamburg nach dem Rückzug des Hauptsponsors freiwillig abgestiegen. Dennoch konnte der Kader in Teilen zusammengehalten werden. "Das ist ein schwerer Gegner mit großer Erstligaerfahrung", betont auch Coach Zhong Yu Zhou, der einen heißen Titelkampf erwartet.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: TSV-Volleyballerinnen: zwischen Sponsoren- und Spielersuche


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.