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Lokalsport
Turid Knaak schießt Bayer zum Sieg

Leverkusen. Mit dem 1:0-Erfolg schossen die Leverkusenerinnen Potsdam tiefer in die Krise. Von Tobias Krell

Die Rückkehr nach Leverkusen hat sich Lisa Schmitz zweifellos anders vorgestellt. Fehler ließen sich der Torhüterin beim Gastspiel an alter Wirkungsstätte zwar keine nachweisen. Und doch verlor sie mit Turbine Potsdam bei Bayers Fußballerinnen mit 0:1 (0:1). Beim Tor des Tages konnte sich Schmitz in der 10. Minute noch so sehr strecken. Eingreifen konnte sie nicht mehr. Denn Turid Knaak hatte ihren Linksschuss ins rechte Eck einfach zu gut platziert.

Und die Leverkusenerin stand auch bei der zweiten bedeutenden Szene im Mittelpunkt. Die einzige echte Torchance des Potsdamer Star-Ensembles machte sie zunichte, als sie einen Schuss von Nationalspielerin Bianca Schmidt neben den Pfosten abfälschte. "Wir wollten unbedingt gewinnen und haben deshalb gekämpft und alles gegeben", sagte Knaak. Ähnlich erleichtert war auch Coach Thomas Obliers: "Endlich hat sich die Mannschaft für die guten Leistungen der vergangenen Wochen belohnt."

Mit dem ersten Saisonsieg, dem ersten Erfolg gegen Potsdam überhaupt, verließ Bayer den Rotlichtbezirk der Tabelle, in dem sich nun überraschend (und ziemlich sicher nur vorübergehend) Turbine wiederfindet. Beim Kräftemessen im Ulrich-Haberland-Stadion brach den Potsdamerinnen das Genick, dass sie nach Knaaks Tor ihr Mehr an Spielanteilen nicht in Torgefahr ummünzen konnten. "Bisher hatten wir immer genug Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Heute war das anders. Leverkusen hat einfach richtig geschickt verteidigt", räumte Turbine-Kapitänin Lia Wälti ein.

Die Dreier-Abwehr aus Carolin Simon (links), Friederike Kempe (rechts) und der übersichtigen und zweikampfstarken Nationalspielerin Annike Krahn (zentral) verstärkte sich bei gegnerischem Ballbesitz zur Fünferkette (mit Lisa Schwab und Anna Gasper im Außendienst). Im defensiven Mittelfeld kümmerten sich Spielführerin Ramona Petzelberger und Sharon Beck um die Defensive und die Einleitung schneller Gegenangriffe. 70 Minuten ging die Strategie hervorragend auf. Erst in der Schlussphase kamen die Leverkusenerinnen kaum noch zu Entlastungsangriffen, stemmten sich aber weiter entschlossen gegen die Potsdamer Angriffe. Etwas zittern mussten sie aber, ehe der Schlusspfiff für große Erleichterung und strahlende Gesichter sorgte.

Geduld war aus Bayer-Sicht auch in der Halbzeitpause vonnöten: "Losfee" Jürgen Gelsdorf zog seinen Klub bei der Ermittlung des Pokal-Achtelfinals ganz zum Schluss. Die Obliers-Elf muss zum SC Freiburg.

Bayer: Klink - Kempe, Krahn, Simon - Gasper, Petzelberger, Beck, Schwab - Wich (87. Prinz), Weber (90. Sundov), T. Knaak (90. Roenneke).

Quelle: RP
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