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Lokalsport
TuS Opladen und Giants II treffen im Derby aufeinander

Leverkusen. Benjamin Nick hat dieser Tage reichlich gute Laune. Mit dem NBBL-Team (12 Punkte im Schnitt) hat 18-jährige Power Foward die Play-Offs fest im Blick, im Oberliga-Team gehört der 2,02m-Mann zum Stammpersonal und auch in der Pro A kam er dieses Jahr schon viermal zum Zug (3 Punkte im Schnitt). "Benni ragt seit Wochen heraus. Er ist auf dem Feld bereits extrem dominant", sagt sein Trainer Jacques Schneider.

In den letzten vier Saisonspielen der Bayer Giants II steht die Entwicklung von Talenten im Vordergrund. Die Riesen haben sich an den bisherigen 18 Spieltagen einige Patzer zuviel geleistet. Ein Angriff auf Platz drei der Oberliga scheint nicht mehr realistisch. "Die jungen Spieler sollen so viel Erfahrung wie möglich sammeln. Wenn wir dann das eine oder andere Spiel verlieren, ist das zu verschmerzen", meint der Coach. Morgen bildet indes eine Ausnahme. Dann gastiert Bayer in der Schlehahn-Halle zum Derby gegen Opladen (18 Uhr). Schneider verspricht: "Wir werden so weit es geht in Bestbesetzung antreten. Solche Spiele muss man gewinnen."

Entsprechend gewarnt ist daher die Trainerin der Gastgeber. Nadine Homanns Team konnte durch den jüngsten 71:69-Erfolg in Königsdorf zwar die akute Abstiegsgefahr lindern, aber mit einer Leistung wie in Frechen wird im Lokalduell wie schon im Hinspiel (48:58) nichts zu holen sein. "Da müssen wir eine Schippe drauflegen. Wenn wir uns gegen Bayer wieder so viele Abstimmungsprobleme in der Verteidigung leisten, sehen wir schnell ganz alt aus", sagt die Trainerin der 82er.

Dauerhaft wach und konzentriert sein - das scheint in dieser Spielzeit das Opladener Kernproblem zu sein. Stattdessen wechseln sich regelmäßig souveräne Phasen mit kollektivem Tiefschlaf ab. Letztere auszubügeln, kostet viel Kraft, die zuletzt am Spielende häufig fehlte. Homann: "Wir dürfen uns keine Auszeiten nehmen. Gegen Königsdorf hat die Mannschaft zumindest in der Schlussphase alles hervorragend umgesetzt - und diesmal muss das eben direkt funktionieren."

Für Fast-Break geht es morgen zur Reserve von Südwest Köln (Hinspiel 84:79). Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Neunkirchen muss das Team von Thomas Pimperl beim Tabellenzehnten ein Zeichen setzen. Ob die Spieler dazu die nötige Motivation aufbringen, bleibt abzuwarten. Nach oben oder unten geht in der Tabelle im Grunde nichts mehr. Ein zu negativer Saisonausklang wäre indes keine gute Grundlage für die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit, bei der die vorderen Plätze anvisiert werden sollen. Mit einigen Spielern ging der FBL-Coach nach dem Neunkirchen-Spiel hart ins Gericht. Gut möglich, dass die Verteilung der Spielzeiten anders als gewohnt ausfällt.

(sl)
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