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TuS Quettingen - zwischen Hoffnung und Frust

Lokalsport: TuS Quettingen - zwischen Hoffnung und Frust
FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Quettingen/Rhein-Wupper. Der Fußball-Kreisligist hat urplötzlich doch noch die Chance auf den Klassenerhalt. Rund um den Verein sieht es aber wenig rosig aus: Das Trainerteam geht - auch, weil wichtige Strukturen fehlen. Von Markus Neukirch

"Unverhofft kommt oft" trifft wohl in Reinform auf die Fußballer des TuS Quettingen zu. Als Letzter der Kreisliga A Solingen zwei Spieltage vor Schluss noch mit Spielen gegen die Tabellenplätze eins und zwei vor der Brust, galt das Team von Karl Wefers und Christian Eberle schon als sicherer Absteiger. Ein Überraschungssieg gegen Meister Ditib, der die zweite Saisonniederlage für die Solinger überhaupt bedeutete, und schon ist der TuS im Geschäft. Er liegt zwar nur einen Zähler vor dem Letzten TG Burg und ist punktgleich mit dem Vorletzten Anadolu, aber um drei Tore besser platziert sowie mit Haan (aber um 15 Tore schlechter). Und Anadolu muss am letzten Spieltag nach Lützenkirchen, Burg spielt in Reusrath II, Haan gegen den GSV Langenfeld und Quettingen bei der SpVg Wald 03. "Wir haben uns vorgenommen, bis zum Ende alles zu geben. Das hat uns einmal drei Punkte gebracht und kann es auch ein zweites Mal", sagt Wefers.

Er wird allerdings in der kommenden Saison nicht mehr an der Linie stehen, genau wie sein Partner im Trainerteam Christian Eberle. Und zudem gibt es noch kaum Zusagen von Spielern, die bleiben wollen - es könnte somit trotz eines möglichen Klassenerhalts einen Scherbenhaufen geben. "Es passt einfach nicht mehr. Vielleicht war der Aufstieg in die A-Liga genau das Falsche", sagt Wefers mit dem Blick zurück. Zudem beklagt er, dass dem Verein auch einige Grundlagen fehlen. Eine A-Jugend gibt es nicht (mehr), die zweite Mannschaft ist Vorletzter der Kreisliga B, wird diese aber halten, da es schon zwei zurückgezogene Teams gibt. Einen wirklichen Austausch zwischen Erster und Zweiter gibt es auch nicht, so dass mangels Trainingsbeteiligung eine optimale Arbeit für Wefers und Eberle nicht möglich ist.

"Der Aschenplatz tut sein übriges dazu, dass wir keine Spieler holen können. Freiwillig tun sich das auch Jugendspieler nicht mehr an", führt Wefers aus und spricht wohl das größte Manko des Teams vom Weidenbusch an. Der Gesamt-Vorstand um Wieder-Vorsitzende Christine Richerzhagen (wir berichteten) müht sich nach Kräften - Sponsoren oder Geldgeber für den Verein aber gibt es nur wenige. "Für ein Paar Fußballschuhe pro Saison können wir keine Spieler locken", erklärt Wefers und blickt etwas wehmütig zurück. "Früher gab es noch Typen, die haben hier gespielt, weil sie etwas werden wollten. Heute halten viele erst die Hand auf. Das ist traurig", sagt der Noch-Übungsleiter.

Das Ergebnis der TG Burg könnte den Quettingern bei Anstoß in Wald bekannt sein, weil Burg schon um 13 Uhr beim SC Reusrath II spielt. Alle anderen Partien, auch Lützenkirchen - Anadolu, Baumberg II - Witzhelden und Haan - GSV Langenfeld beginnen um 15 Uhr. Die Partie Rondorf - Bergfried Leverkusen beginnt ebenfalls schon um 13 Uhr. Die Reserve des SV Schlebusch ist schon durch, da Gegner Ossendorf nicht mehr antritt.

Quelle: RP
 
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