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VfL Leverkusen trotzt dem Schock

Lokalsport: VfL Leverkusen trotzt dem Schock
Einen großartigen Kampf lieferten die Spieler des VfL Leverkusen gegen Freialdenhoven ab. Fabian Djemail duelliert sich hier mit einem Gäste-Akteur, Max Steinebach schaut gespannt zu. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Beim 3:2 gegen Freialdenhoven verletzt sich Saif Ayadi schwer und muss nach minutenlanger Behandlung ins Krankenhaus. Der VfL setzt die Partie fort und macht in der Nachspielzeit das Siegtor. Von Markus Neukirch

"Der Schiedsrichter hat mich gefragt, ob er abbrechen soll oder wir weiterspielen. Wir wollten den Sieg und daher auch fortsetzen. Dass es so spät dann auch noch geklappt hat, ist natürlich fabelhaft", sagte ein hocherfreuter Taner Durdu, Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten VfL Leverkusen, nach dem 3:2 (0:1) gegen Freialdenhoven. In der fast zehnminütigen Nachspielzeit markierte Yavuz Günay das umjubelte Siegtor.

Dass es eine so enorme Nachspielzeit gab, lag an einer langen Spielunterbrechung, nachdem Saif Ayadi in der 74. Minute hart gefoult wurde - und so heftig auf den Boden aufschlug, dass er ohnmächtig wurde und seine Zunge verschluckte. Ein anwesender Arzt leistete neben den Physiotherapeuten sofort erste Hilfe, so dass Ayadi sogar wieder ansprechbar war, als er mit dem Krankenwagen ins Klinikum gebracht wurde. "Ich hoffe, es ist bei ihm nur eine Gehirnerschütterung und nicht mehr", erklärte Durdu, der stolz auf seine Mannschaft war. "Wie wir diesen Rückschlag weggesteckt haben, ist schon sensationell", lobte er sein Team.

Vorausgegangen war eine erste Halbzeit mit viel Stückwerk, in der die Gäste einen Standard zur Führung nutzten (24.) und den VfL über weite Strecken gut im Griff hatten. Das lag auch an der Formation des VfL, die sich zu defensiv aufstellte, so dass Durdu zur Halbzeit korrigierte: Für die glücklose Sturmspitze kam Abdullah Yildizlar und für Ken Nakamura Manuel Kabambi. "Wir waren zu wenig präsent und zu sehr aufs Verteidigen konzentriert", monierte Durdu. Mit mehr Wucht durch die beiden Angreifer lief es direkt besser, Joker Yildizlar braucht nur 200 Sekunden, um nach einem Freistoß von Kapitän Gjorgji Antoski mit der Hacke den Ausgleich zu besorgen. Nach gut einer Stunde setzte sich der starke dann Antoski auf rechts durch und vollendete gekonnt - und die Partie war gedreht.

Favorit Freialdenhoven begehrte fortan fast wütend auf und glich erneut aus, bis die Verletzung von Ayadi beiden Teams den Spielfluss nahm. "Meine Jungs waren griffig und wollten diese drei Punkte unbedingt. Auf die zweite Halbzeit müssen wir aufbauen, denn die war richtig gut - so, wie wir uns das vorstellen ", sagte Durdu. Durch den Sieg verlässt der VfL vorerst die Abstiegsplätze, muss aber am kommenden Sonntag zum Tabellenzweiten Alfter.

Quelle: RP
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