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Lokalsport
VfL weiter chancenlos

Leverkusen. Der Fußball-Landesligist kassierte die elfte Pleite im elften Spiel. Beim SV Schlebusch riss die Serie. Das 3:4 bei Fortuna Köln war die erste Saisonniederlage. Nun steht das Derby zwischen beiden vor der Tür. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Fußball-Landesliga: VfL Leverkusen - SV Deutz 0:6 (0:2). Erneut blieben die Leverkusener den Beweis schuldig, dass sie die Tauglichkeit für die Klasse besitzen. Sicher ist das Team sehr jung, aber elf Pleiten aus elf Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Zuletzt gab es gar 19 Gegentore in drei Partien -auch gegen den SV Deutz war nichts zu holen für den VfL.

Das frühe Gegentor (8.) schlug auf die ohnehin angeschlagene Moral, mit dem 0:2 (31.) war die Partie faktisch entschieden - auch, weil Abdullah Üstundag und Mehmet Sezer ihre Möglichkeiten vergaben. "Wir haben versucht, kompakt zu stehen, kassieren aber aus einem eigenen Eckball ein Gegentor trotz personeller Überzahl in der Situation. Beim zweiten Gegentor kommen wir gleich mehrfach einen Schritt zu spät", beklagte Dario Paradiso.

Kurz nach der Pause hatte Samet Cetin die Chance zum Anschlusstreffer, traf den Ball aber nicht richtig. "Im Training machen die Jungs die Tore, im Spiel aber nicht", fügte der Trainer an.

Zwar fiel das dritte Gegentor für Keeper Mike Urbanczyk, der nach Verletzung zurückkehrte, erst in der 69. Minute. Es reichte aber, um die Defensive um Routinier Wojciech Bijan aus den Fugen geraten zu lassen. Dies schlug sich in drei weiteren Treffern (78./85./87.) nieder.

Bei 13 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer ist es nun fast schon belanglos, ob der Insolvenzantrag samt Zwangsabstieg zum Tragen kommt. Einen Lichtblick aber gab es für Paradiso: Resad Horn gab endlich sein Debüt für den VfL. Von ihm erhofft sich der Coach viel.

SC Fortuna Köln II - SV Schlebusch 4:3 (2:2). Dass dieser Moment irgendwann kommen würde, war allen Beteiligten klar. Gestern Nachmittag kassierten die Fußballer des SV Schlebusch ihre erste Saisonniederlage. Die Mannschaft von Trainer Stefan Müller erwischte beim Tabellensiebten in Köln einen gebrauchten Tag. "Bei uns hat wirklich nicht viel zusammengepasst und der Gegner hat einfach mehr investiert. Aufgrund der anderen Ergebnisse ist aber nichts passiert, wir liegen immer noch weit über den Erwartungen. Ich erhoffe mir nur, dass wir aus dieser Begegnung einen Lerneffekt ziehen", sagte Müller.

Dabei begann die Partie genau nach dem Geschmack der Leverkusener. Schon nach sieben Minuten erzielte Maik Maier den Führungstreffer und alles schien den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch in der 22. Minute war die Fortuna-Reserve mit dem Ausgleich zur Stelle. Nach einer halben Stunde markierte Denis Labusga den neuerlichen Führungstreffer, der allerdings nur wenige Sekunden Gültigkeit besaß.

Wirklich Ruhe und Sicherheit wollte sich im SVS-Lager zu keinem Zeitpunkt einstellen. In der 48. und 57. Minute setzten die Fortunen die nächsten Akzente und sollten mit diesem Doppelschlag für die Entscheidung sorgen. Dem treffsicheren Maier gelang in der Schlussphase nur noch der 3:4-Anschlusstreffer. "Wir blicken trotzdem optimistisch nach vorne", betonte Müller wenige Tage vor dem Derby gegen den VfL Leverkusen.

Quelle: RP
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