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Einzelkritik
Volland beendet Flaute, Brandt überragt

Leverkusen. Wir haben uns die Leistungen der Bayer-Spieler beim 4:1 (1:1)-Sieg der Werkself in Leipzig genauer angeschaut.

Bernd Leno Bei Marcel Sabitzers unhaltbaren Schuss zum 1:0 streckte sich der Schlussmann vergebens. Ansonsten konnte er sich angesichts der zeitweise wirbelnden Leipziger Offensive nicht über Arbeitsmangel beschweren. Doch ein weiteres Gegentor sollte nicht mehr fallen - auch dank ihm. Note: 2-

Wendell Der Brasilianer verlor einen der entscheidenden Zweikämpfe im Vorfeld des frühen Rückstandes - und setzte danach bestenfalls halbherzig nach. Im weiteren Spielverlauf wurde er etwas besser, ehe er im Rasen hängenblieb und sich am linken Sprunggelenk verletzte. Das sieht nach einer längeren Zwangspause aus. Note: 4+

Sven Bender Nach nur 17. Minuten war die Partie für Bayers Abwehrchef beendet. Er ist bei einer Grätsche vor dem 0:1 mit dem linken Fuß umgeknickt. Nun wird im Lager der Werkself freilich gebangt. In den anstehenden Topspielwochen inklusive Pokalhalbfinale wird er dringend gebraucht. Ohne Note

Jonathan Tah Gab per Kopf die Vorlage für die erste Großchance der Partie und zog sich dann mit dem stärker werdenden Leipziger Druck in seinen eigentlichen Arbeitsbereich zurück: den Bereich rund um das eigene Tor. Dort löste er seine Aufgaben souverän. Note: 2

Lars Bender Der Kapitän kehrte in die Startelf zurück, nachdem ihn in den vergangenen Wochen Leistenbeschwerden plagten. Er bot defensiv wie offensiv eine starke Leistung auf der rechten Seite und leitete den Ausgleich mit einem Pass auf Leon Bailey ein. Note: 2

Charles Aránguiz Mit viel Dampf im Kessel startete der Chilene in die Partie, doch bei einigen Zweikämpfen agierte er zu ungestüm. Seine Kämpfermentalität war aber ein Grund, warum die Werkself nicht in den Leipziger Hochdruckphasen einknickte. Note: 2-

Julian Baumgartlinger Sein Kopfball nach fünf Minuten eröffnete ein regelrechtes Feuerwerk an Torchancen auf beiden Seiten. Tore des Österreichers sind Mangelware, aber dafür hat er eben andere Qualitäten - Balleroberung und -sicherung zum Beispiel. Note: 3+

Leon Bailey Erst sah alles nach einer eher missratenen Partie aus, doch dann zauberte der Jamaikaner eine präzise Flanke aus seinem Fußgelenk, die den Weg zum Ausgleich freimachte. Sein Teamkollege Kai Havertz nahm die Vorlage gerne an und verwandelte zum 1:1. Note: 2-

Julian Brandt Strahlte von allen Offensivspielern die nachhaltigste Gefahr aus, war aber auch hier und da etwas unpräzise in seinen Aktionen. Dennoch scheint die Vertragsverlängerung bis 2021 den Nationalspieler beflügelt zu haben - ganz ohne Aufputschbrause aus Österreich. Ein eindeutiger Beleg dafür ist sein Treffer zum 2:1. Note: 1

Kai Havertz Als Leverkusen Mitte der zweiten Halbzeit in den Powerplay-Modus schaltete, wurde der 18-Jährige immer besser. Kurz vor der Pause hatte er bereits mit einem sehenswerten Volleytor aus rund 16 Metern den Ausgleich erzielt. Note: 2-

Kevin Volland Woche für Woche müht sich der gebürtige Allgäuer vor dem gegnerischen Tor ab - und endlich erntet er den Lohn. Sein Tor zum 4:1 war das 50. seiner Bundesligakarriere. Und er leistete zudem die Vorarbeit für Brandts Führungstreffer. Note: 2+

Panagiotis Retsos (ab der 17.) Ersetzte Sven Bender in der Dreier- oder wahlweise Fünferkette der Gäste. Seine stärkste Szene hatte er aber im gegnerischen Sechzehnmeter - bei seinem Tor zum 3:1. Note: 2

Benjamin Henrichs (ab der 63.) Kam für Wendell in die Partie und half dabei, den Auswärtserfolg sicher nach Hause zu bringen. Note: 3+

Tin Jedvaj (ab der 68.) Wurde für Lars Bender eingewechselt und trug seinen Teil zum Sieg bei. Ohne Note.

Quelle: RP
 
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