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Lokalsport
Volleyball: Schneiders Leidenszeit geht weiter

Leverkusen. Laura Schneider erlitt zwei Kreuzbandrisse in einem Jahr. Die Operation der TSV-Spielerin lässt auf sich warten. Von Tobias Brücker

Bevor die Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 morgen (20 Uhr, Ostermann-Arena) den Köpenicker SC Berlin II empfangen, musste die Mannschaft von Headcoach Zhong Yu Zhou - wie schon zu Saisonbeginn - einen emotionalen Dämpfer hinnehmen. Es betrifft einmal mehr Laura Schneider, die sich zuletzt binnen einem Jahr zweimal das Kreuzband riss. Nun zeigt sich, dass ihre Genesung länger dauern wird.

Rein sportlich könnte die Stimmung im Team dennoch kaum besser sein: Drei Spiele und drei Siege stehen in der Bilanz - ein perfekter Saisonstart. Doch die Spielzeit fing mit einem Schock an. Gerade erst im Training, riss sich Laura Schneider Mitte August in ihrer ersten Einheit nach einem halben Jahr Leidenszeit erneut das Kreuzband. "Das ist unglaublich bitter für Laura und das ganze Team", sagte Abteilungsleiter Jürgen Rothe damals. Schließlich war die 23-Jährige gerade erst wieder fit.

Gestern sollte Schneider eigentlich operiert werden, doch der Termin muss verschoben werden. "Sie muss jetzt noch ein paar Wochen warten", bedauert Zhou. Ein Umstand, der einen Menschen demotivieren kann. "Wir haben ihr gesagt, sie solle jetzt nicht aufgeben", betont Rothe, der als prominentes Beispiel Kira Walkenhorst anführte. Die Ex-Leverkusenerin gewann im Sommer mit ihrer Partnerin olympisches Gold im Beachvolleyball. Sie spielte in ihren Anfängen allerdings im Rheinland und riss sich noch vor dem ersten Einsatz das Kreuzband.

Aufgrund ihrer fröhlichen Art ist Aufgeben aber ohnehin wohl keine Option für Schneider, die ihre Freundinnen bei nahezu jedem Spiel am Spielfeldrand unterstützt. Das wird wohl auch morgen bei der Partie gegen die Gäste aus der Hauptstadt der Fall sein. Die wiederum sind - insbesondere bei Chefanalytiker Zhou - bestens bekannt. Schon oft trafen sich die Teams auf dem Feld. Zudem beobachtete der 61-Jährige den kommenden Gegner mit Hilfe von Videos. "Ihre Abwehr ist besser als ihr Angriff", bilanziert er. Zwar sei etwa die Libera Annika Kummer nur 1,62 Meter groß, technisch aber sei gerade sie sehr gut.

Beim TSV, der nach den drei Siegen zum Auftakt die Tabellenführung im Visier hat, ist Isabel Schneider wieder einsatzbereit. Sie war bis vor Kurzem im Beachvolleyball unterwegs, aber wechselt nun wieder vom Sand in die Halle. Den Spitzenplatz belegt der VfL Oythe, der bereits ein Spiel mehr absolviert - und gewonnen - hat.

Quelle: RP
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