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Lokalsport
Volleyball: TSV gewinnt letzten Härtetest

Leverkusen. Der Bundesligist besiegte den niederländischen Erstligisten GSVV Donitas in 4:0-Sätzen. Speerwurfweltmeisterin Katharina Molitor fehlte im Team des TSV ebenso wie die Überraschungs-Vizemeisterinnen im Beachvolleyball, Theresa Mersmann und Isabel Schneider. Von Tobias Brücker

"Das ist der Hammer, oder?", entgegnete Volleyball-Abteilungsleiter Jürgen Rothe gestern mit einem strahlenden Lächeln.

Ein Lachen, das so schnell wohl auch nicht mehr verschwinden wird. Nicht nur, dass die Volleyballerinnen des TSV Bayer ihren letzten Härtetest vor dem Ligastart am Samstag (19.30 Uhr, Smidt-Arena) souverän mit 4:0 gewannen. Nein, ihr Pendant im Sand, das Team der Beachvolleyballerinnen, feierte völlig überraschend den Deutschen Vizemeistertitel. "Jetzt haben wir mit Katharina Molitor nicht nur eine Weltmeisterin in der Mannschaft, sondern mit Isabel Schneider und Theresa Mersmann auch noch zwei Vizemeisterinnen. Da müssen wir ja fast eine Party schmeißen", entgegnete Rothe scherzhaft.

Die Feier jedoch, sofern es sie denn geben wird, muss noch etwas auf sich warten lassen. Die drei Leistungsträgerinnen stoßen erst in einigen Wochen zum Team. Molitor ist weiterhin als Leichtathletin gefragt und hat einige Termine wahrzunehmen. Für Mersmann und Schneider stehen weitere Turniere im Sand auf dem Programm.

Die ersten beiden Saisonspiele wird das Trio, zum Leidwesen von Coach Zhong Yu Zhou, daher verpassen. "Mit ihnen hat die Mannschaft mehr Sicherheit, Stabilität und Erfahrung", betonte Zhou, der jedoch auch attestierte: "Das junge Team hat das heute gut gemacht. Wir haben schlau und mit Köpfchen gespielt."

Aus dem schon gut funktionierenden Kollektiv stach eine Spielerin heraus. Die aus Hamburg zurückgekehrte Anna Hoja wurde von ihren Mitspielerinnen häufig gesucht und konnte mit einigen klugen sowie wuchtigen Angriffsschlägen auf sich aufmerksam machen. "Ich freue mich, wieder hier zu sein", sagte die 23-Jährige, die wegen ihres Studiums in Köln der Hansestadt den Rücken kehrte. "Uni und erste Liga, das ist nur schwer vereinbar." Zwar verlor der TSV in der vergangenen Woche sein Pokalspiel gegen Ligakonkurrent Blau-Weiß Dingden, die Freude auf die neue Saison ist dennoch ungebrochen. Kleinigkeiten, wie Zuspiele oder Angriffe, erklärte Hoja weiter, könnten aber noch verbessert werden - auch wenn vieles schon sehr gut geklappt habe.

Die Vorbereitung war zufriedenstellend. Der Höhepunkt war die Reise der gesamten Mannschaft zu einem kleinen Turnier auf Zypern. Dort konnte sich der TSV unter anderem mit den zypriotischen Meisterinnen messen und die Spiele sehr knapp gestalten. "Von einer solchen Reise nimmt man viel mit", erklärte Abteilungsleiter Rothe.

Durch die gemeinsame Zeit habe sich ein guter Teamgeist bilden und durch die knappen Spiele eine Menge Selbstvertrauen aufbauen können. "Ich glaube, wir haben da eine Duftmarke hinterlassen", betonte Rothe, der sich weiterhin in Gesprächen mit potenziellen Sponsoren befindet.

Quelle: RP
 
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