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Volleyballerinnen ringen Berlin nieder

Lokalsport: Volleyballerinnen ringen Berlin nieder
Keinen leichten Stand hatten Franka Galeazzi, Lisa Schreiner, Julia Lambertz, Fabienne Coenders und Malin Schäfer (vl.l.) beim 3:2-Sieg gegen Berlin. FOTO: UM
Leverkusen. Einen knappen 3:2 Sieg konnte der TSV Bayer am Karnevalssamstag verbuchen. Von Tobias Brücker

In einem rund zweistündigen Match am späten Karnevalssamstag sollten sich all die Befürchtungen für die Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 bestätigen. Gegner BBSC Berlin war als unbequem angekündigt - und das Team aus der Hauptstadt zeigte eindrucksvoll, wo dieses Image herkommt. Prägend für das 3:2 (24:26/25:17/19:25/25:18/15:12) in der eigenen Halle waren daher lange und kräftezehrende Ballwechsel.

So hatte Headcoach Zhong Yu Zhou in seiner wöchentlichen Analyse per Video eine besondere Spielweise der Gäste festgestellt: Die Mannschaft ist bekannt dafür, sich voll und ganz auf ihre gute Defensive zu konzentrieren. Der Gegner soll so mürbe und eigene Punkte vor allem durch nichterzwungene Fehler seinerseits gemacht werden.

Eine Taktik, die ob ihrer nicht vorhandenen Risikobereitschaft aber auch ein Risiko birgt. Im Hinspiel (3:0 für Bayer) ging sie nicht auf, aber nun wurde es deutlich knapper. "Wir kennen die Mannschaft schon lange. Es sind jedes Mal mehr Ballwechsel als gegen alle anderen Teams", betonte Zhou. Der Trainer berichtete, dass er seine Schützlinge "nahezu perfekt" auf die Gegebenheiten eingestellt hatte. "Wir sind immer positiv geblieben - auch bei 1:2-Rückstand in den Sätzen", sagte der 61-Jährige. Lange habe es nach dem Spielende gedauert, bis er in den Schlaf gefunden habe. Oftmals denke er am späteren Abend noch über Stärken und Schwächen nach, es sei "wie ein Film".

Positiv wie negativ: Der TSV hat zwar erneut ein Match nach fünf Sätzen gewonnen - ein Trend, der inzwischen sehr offensichtlich ist - und doch ist die Punkteausbeute mit zwei Zählern im Vergleich zum klaren Sieg überschaubar. In der Tabelle verliert Bayer so wieder an Boden auf das führende Köln, das 3:0 bei Bad Laer gewann. Das Team der Deutschen Sporthochschule weiß 44 auf der Habenseite, Leverkusen sammelte 39 Punkte. Dingden belegt den dritten Rang - und konnte schon 37 Zähler erspielen. Nächste Woche gastiert Leverkusen in der Domstadt.

Quelle: RP
 
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