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Lokalsport
Vukas gibt LTV das nötige Selbstvertrauen mit

Leichlingen. Der Leichlinger Handball-Drittligist führte beim Sieg in Korschenbroich das erste Mal zwei Minuten vor dem Ende. Von Patrick Scherer

Mehr Konstanz innerhalb einer Partie hatte Trainer-Manager Frank Lorenzet von seinem Leichlinger TV eingefordert. Nach dem 34:32 (14:17) beim TV Korschenbroich musste der Coach des Handball-Drittligisten aber erneut konstatieren: "Genie und Wahnsinn liegen bei uns ganz eng beieinander." Diesmal verschlief der LTV die Anfangsphase der Partie, kam erst langsam in die Gänge und gewann am Ende mit der ersten Führung im gesamten Spielverlauf.

Danksagungen für den dritten Sieg im dritten Spiel durfte anschließend vor allem Ante Vukas entgegennehmen. Der Torhüter hatte zu Beginn der Partie sein Team mit zwei gehaltenen Siebenmetern und einer Glanzparade bei einem Korschenbroicher Gegenstoß im Spiel gehalten. "Wären die Dinger drin gewesen, wären wir erledigt gewesen. Ich glaube nicht, dass wir dann noch mal zurückgekommen wären", analysierte Lorenzet.

Doch Vukas hielt, der Rückstand wurde bis zur Halbzeit von fünf auf drei Tore reduziert. "Ab der 20. Minute habe ich auf 5:1-Deckung umgestellt, danach ging es etwas besser", erklärte Lorenzet, der alle Deckungsvarianten ausprobiert hatte, da sein Team keinen Zugriff in der Abwehr fand, nahezu jeden Zweikampf verlor und seinen Trainer damit dazu brachte, das Wort "Hühnerhaufen" in den Mund zu nehmen. Eine zusätzliche Schwächung war die Rote Karte gegen Henning Padeken (11.), für die Lorenzet aber auch mit zwei Tagen Abstand kein Verständnis zeigte: "Ich habe mir die Szene drei Mal im Video angesehen. Er steht, hat die Arme oben, der Gegenspieler springt voll aus der zweiten Welle in ihn rein und wälzt sich dann am Boden."

Lorenzet wählte dann einen Schachzug, für den er laut eigener Aussage schräge Blicke von seinem Team erntetete: Er stellte Außenspieler Joshua Reuland in den linken Rückraum. "Ich habe dem Jungen gesagt, dass wir schnelle Tore brauchen. Er soll einfach werfen. Wenn es nicht gelingt, nehme ich die Schuld auf meine Kappe." Reuland traf vier seiner ersten fünf Versuche, der LTV blieb im Spiel.

In der Schlussphase war es erneut Vukas, der mit zwei gehaltenen Elfmetern seinem Team das nötige Selbstvertrauen auf den Weg gab. Tim Hilger erzielte mit dem 33:32 zwei Minuten und sechs Sekunden vor dem Ende die erste Führung der Partie, die nun für Platz zwei in der Tabelle reicht.

Quelle: RP
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