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Lokalsport
Weltrekord - Popow springt sich für Rio ein

Leverkusen. Der Behindertensportler des TSV Bayer meldet sich mit 6,77 Metern im Weitsprung fit für die Paralympics.

Nach den Olympischen Spielen von Rio ist vor den Paralympics. Vom 7. bis 18. September finden an gleicher Stelle die Wettkämpfe der Behindertensportler statt. Die Starter aus Leverkusen freuen sich auf ihre Reise.

Die Leichtathleten des TSV Bayer nutzten das Integrative Sparkassenmeeting in Hachenburg zur finalen Formüberprüfung. Unterm Strich standen ein Weltrekord, drei Europarekorde, ein Deutscher Rekord, eine persönliche Bestleistung sowie drei Saisonbestleistungen, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Paralympics-Teilnahme machen.

Für einen Paukenschlag sorgte Heinrich Popow, der knapp zwei Wochen vor dem Start in Brasilien einen neuen Weitsprung-Weltrekord aufstellte. Der unterschenkelamputierte Sportler verbesserte mit 6,77 Metern seine eigene Bestleistung um fünf Zentimeter. Damit geht der 33-Jährige, der in London 2012 Gold über die 100 Meter holte, als Titelfavorit in den Wettbewerb am Zuckerhut.

Im Sprint der Frauen steigerte sich Irmgard Bensusan über 100 Meter auf 13,02 Sekunden und lief Europarekord. Teamkollege Felix Streng steigerte sich auf 10,89 Sekunden und verbesserte seinen Deutschen Rekord. Heinrich Popow überzeugte über die gleiche Stracke mit einer neuen Saisonbestzeit (12,50) und scheint rechtzeitig wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Léon Schäfer benötigte 13,33 Sekunden, David Behre stellte eine persönliche Bestleistung (11,28) auf und setzte sich knapp gegen Johannes Floors (11,36) durch, der nach einer Verletzung zurück ist. Über 200 Meter knüpften die Leverkusener an ihre guten Leistungen an. David Behre gewann in Europarekordzeit (21,79) und löste Vereinskollege Johannes Floors ab, der in 22,34 Sekunden ebenfalls überzeugte. Felix Streng ließ seinem Deutschen Rekord über 100 Meter einen Europarekord über 200 Meter folgen (21,93). Irmgard Bensusan stürmte in 27,06 Sekunden zu einer weiteren Saisonbestleistung.

Franziska Liebhardt sprang eine Woche nach ihrem Trainingslager 4,42 Meter weit. Genau wie im Kugelstoßen (4,45 meter) fehlte ihr aber noch die Frische, um an die Grenzen zu gehen. Markus Rehm, Birgit Kober und Vanessa Low verzichteten auf einen Start in Hachenburg. Am 31. August fliegt das deutsche Paralympics-Team nach Brasilien.

"Das war eine gelungene Generalprobe für Rio", sagte Jörg Frischmann, Geschäftsführer der TSV-Behindertensportabteilung. Die Athleten haben hier Wettkämpfe auf sehr hohem Niveau gezeigt. Die Paralympics können kommen."

(sand)
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