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Interview Joshua Reuland
"Wenn man immer mehr als 30 Treffer kassiert, kann man nichts reißen"

Interview Joshua Reuland: "Wenn man immer mehr als 30 Treffer kassiert, kann man nichts reißen"
FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. LEICHLINGEN Die Bilanz des Handball-Drittligisten Leichlinger TV lässt die Kurve nach unten zeigen. In drei der vergangenen vier Begegnungen zogen die Leichlinger den Kürzeren. Von Moritz Löhr

Tabellarisch steht das Team um Trainer-Manager Frank Lorenzet aber noch auf einem guten vierten Platz - was es maßgeblich seinen sechs Siegen in Folge zu Beginn der Saison zu verdanken hat. Logisch ist aber: Im anstehenden Heimspiel gegen den Soester TV heute Abend (20 Uhr, Smidt-Forum) soll wieder ein Erfolg her. Das denkt auch Joshua Reuland. RP-Mitarbeiter Moritz Löhr sprach mit dem zur Saison neu gekommenen 21 Jahre alten Linksaußen des LTV über die anstehende Partie, die aktuelle Phase und seine persönlichen Ziele.

Herr Reuland, was lief in den vergangenen Spielen nicht gut?

Joshua Reuland: Das ist schwer zu beantworten. Nach der Siegesserie war es zunehmend schwerer, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Hinzu kam, dass auch die Gegner immer stärker wurden. Die Niederlage gegen Krefeld kam insgesamt nicht überraschend, allerdings waren die verlorenen Spiele gegen Minden und Longerich nicht unbedingt eingeplant.

Gegen Soest dürfte auch nur ein Sieg zählen.

Reuland: Gegen Soest sind zwei Punkte fest eingeplant und die müssen uns auch gelingen. Nach den vergangenen Spielen möchten wir ein klares Zeichen setzen und eine neue Serie starten.

Welche Rolle spielt dabei die Deckung, die noch zu viele Gegentreffer zulässt?

Reuland: Vorne sind wir durch unseren Trainer immer sehr gut eingestellt, aber hinten gibt es noch einige Probleme. Das ist unsere aktuell größte Baustelle und die spielt dementsprechend eine große Rolle. Wenn man immer mehr als 30 Treffer kassiert, kann man nichts reißen. Deckung ist immer einer Frage der Motivation und Konzentration.

Hat es daran zuletzt gefehlt?

Reuland: Meiner Meinung nach war es so, ja. Wir müssen defensiv einfach intelligenter spielen und leichtere Fouls ziehen. Zuletzt haben wir zu viele Zwei-Minuten-Strafen bekommen. Zusätzlich müssen wir uns alle mehr pushen, uns auch für die kleinsten gelungenen Aktionen feiern. Das ist der Weg zum Erfolg.

Ist die Zeit in Leichlingen so, wie Sie es sich vorgestellt haben, als Sie im Sommer hierher kamen?

Reuland: Insgesamt betrachtet bin ich zufrieden. Ich bekomme meine Einsatzzeiten, auch wenn ich zuletzt gesundheitliche Probleme hatte. Seit dem Krefeld-Spiel schleppe ich einen Bluterguss mit mir herum und lag zusätzlich mit einer Grippe flach. Gegen Soest wird das alles aber keine Rolle mehr spielen. Ich bin wieder voll einsatzbereit und fit.

Was sind ihre Ziele für die restliche Saison?

Reuland: Unsere Mannschaft ist stark genug, um oben mitzuspielen. Wir sollten unter die ersten drei Teams kommen. Dann wäre ich zufrieden.

Quelle: RP
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