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Lokalsport
Wien gewinnt das U 9-Turnier in Schlebusch

Leverkusen. Zum fünften Mal richtete der SV Schlebusch ein internationales Nachwuchsturnier für F-Junioren aus. Organisation und Logistik waren aufwendig - und ohne Ehrenamtler nicht zu stemmen. Im Mittelpunkt stand aber der Spaß am Fußball. Von Moritz Löhr

Nuri Kurt sieht geschafft, aber zufrieden aus. Auf der Anlage des SV Schlebusch herrscht reges Treiben - und genau das macht den Jugendleiter des Vereins glücklich. "Jahr für Jahr machen immer mehr Mannschaften mit", sagt Kurt, für den die Organisation des ganzen Spektakels eine Herzensangelegenheit ist. "Die Kinder sollen Spaß am Fußball haben. Um nichts anderes geht es."

Das internationale Turnier für F-Junioren (U 9) hat sich europaweit zu einer Marke entwickelt. Zum fünften Mal richtete der SV Schlebusch das Turnier aus. Seit seiner Gründung wächst es kontinuierlich und immer mehr internationale Teams sind am Start. Zwölf verschiedene Nationen machten den Turniersieg unter sich aus - darunter echte Topteams: Neben Bayern München, traten Lokomotive Moskau, Manchester City, Viktoria Pilzen oder PAOK Soliniki die Reise nach Schlebusch an.

Das hochkarätige Teilnehmerfeld verdanken die Organisatoren einer gut vernetzten Sportagentur, mit der die Leverkusener seit der Premiere vor fünf Jahren zusammenarbeiten. Die teilnehmenden Vereine freut es: "Für uns lohnt sich die Reise, weil wir uns auf hohem Niveau mit anderen Teams messen können", erklärt Mike Raidt, der die F-Junioren der Stuttgarter Kickers betreut.

Er und seine Jungs mussten früh aufstehen. Um 6 Uhr machten sich die Schwaben auf den Weg. Am Mittag standen bereits die ersten Partien an. "Die Kinder sollen sich hier weiterentwickeln. Ob sie das Turnier gewinnen, spielt eine nebensächliche Rolle", erklärt der Coach. Dass aber auch Leistung in dem jungen Alter eine Rolle spiele, sei logisch. Nach jeder Saison müssten schließlich Spieler den Verein verlassen. "Es kann leider nicht jeder bei den Stuttgarter Kickers spielen", sagt der Trainer.

Bei den anderen Teams großer Vereine ist das nicht anders. Ernsthafter Druck ließ sich von außen jedoch nicht feststellen. Die Schiedsrichter erhielten vor dem Turnierstart die Anweisung, zu engagiertes Coaching oder Anfeuern von Seiten der Eltern zu unterbinden - doch das war nicht nötig.

Bemerkenswert war die Leistung auf dem Feld dennoch. Planlos waren nur wenige Aktionen. Vielmehr zeigten einige Spieler, dass sie schon richtig gut kicken können. Übersicht, Spielintelligenz und Kreativität ließ sich in vielen Situationen erkennen. Auf dem Papier machte ein Team aus dem Ausland seine Sache am besten: Austria Wien besiegte im Finale Bayer Leverkusen im Siebenmeterschießen 5:4.

Der Weg zum Finale war lang. Insgesamt 36 Teams kämpften in Schlebusch um den Einzug in die "Championsrunde", in der dann am Sonntag im K.o.-System eine Finalpaarung ermittelt wurde. Hinzu kamen 60 weitere Teams, die auf Plätzen in Haan, Solingen, Remscheid und Köln ebenfalls ihre Teilnehmer für die Finalrunde ermittelten. "Letztes Jahr haben wir auf zwei Plätzen gespielt. Dieses Jahr sind es fünf", sagt Kurt. Der Jugendchef ist dankbar für die große Resonanz, aber auch für die Hilfe von Vereinsmitgliedern und Eltern. Kinder der angereisten Teams kamen in Familien vor Ort unter, das Catering stemmten ebenfalls Ehrenamtler. Kurt: "Ohne sie wäre das Turnier nicht möglich."

Ergebnisse: Bayer Leverkusen - Austria Wien 4:5 nach Elfmeterschießen (Endspiel); Manchester City - 1. FC Köln 3:2 (Spiel um Platz drei).

Quelle: RP
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