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Michael Kunz
"Wir werden deutlich schneller und offensiver spielen"

Leverkusen. Für den Vorsitzenden und Interimscoach des FC Leverkusen gibt es trotz Rückstand und Trainerwechsel nur ein Ziel: den Aufstieg.

Morgen (15.15 Uhr) starten die Bezirksliga-Fußballer des FC Leverkusen beim Tabellenzwölften RSV Urbach in die zweite Saisonhälfte. Bei neun Punkten Rückstand zur Tabellenspitze steht die ambitionierte Mannschaft unter Zugzwang. RP-Mitarbeiter Lars Hepp sprach darüber mit Klubchef und Interimstrainer Michael Kunz.

Herr Kunz, in der Winterpause ist beim FC Leverkusen eine Menge passiert. Zunächst folgte die Trennung von Udo Dornhaus als Trainer. Sie haben das Amt gemeinsam mit Co-Trainer Kai Voss übernommen - im Übrigen zum zweiten Mal nach 2013...

Kunz Das war eine einvernehmliche Trennung von Udo Dornhaus aufgrund beruflicher Veränderungen. Er hat uns das frühzeitig mitgeteilt, zum Saisonende sollte ohnehin die Zusammenarbeit beendet werden. In Rücksprache mit dem Vorstand und Dornhaus selber haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Wir wollten der Mannschaft das Alibi nehmen. Trainingsmöglichkeiten und die Perspektive sollten weiterhin stimmen. Ein Sonderstatus gilt bei uns für niemanden.

In den vergangenen Jahren gab es aber schon einige Trainerwechsel. Warum ist Kontinuität so schwer?

Kunz Zunächst hatten wir Marcus Feinbier als Trainer für anderthalb Jahre. Leider hat uns sein Nachfolger Ali Meybodi im Sommer des vergangenen Jahres im Regen stehen lassen. Das hat nichts mit dem FC Leverkusen zu tun. Das ist auch einfach mal Pech. In drei Jahren drei Trainer, ist keine Besonderheit.

Geben Sie doch bitte eine kurze Einschätzung zu den Neuzugängen ab.

Kunz Amine Azzizi hatte mit dem VfL Leverusen bereits Einsätze in der Mittelrheinliga. Er ist sehr schnell und torgefährlich. Dadurch hat der zuletzt formschwache Ayhan Atar einen gewissen Konkurrenzdruck, was nur förderlich sein kann. Ioannis Masmanidis sollte aufgrund seiner Erfahrungen aus der Bundesliga die Mannschaft entsprechend führen können.

Alle Zugänge bringen insgesamt viel Qualität für die Offensive mit und sollten der Mannschaft einen deutlichen Schub geben. Wie ist aus Ihrer Sicht die Vorbereitungsphase auf die Rückrunde verlaufen?

Kunz Durch die Unruhe mit dem Trainerwechsel nicht ganz so glücklich. Hinzu kommen einige kranke Akteure, darunter auch Schlüsselspieler. Wir müssen uns stabilisieren.

Haben Sie Veränderungen im spielerischen Bereich vorgenommen?

Kunz Wir spielen deutlich weiter vorne und wesentlich schneller, um insgesamt zu mehr Torabschlüssen zu kommen.

Was ist von der Mannschaft nun zu erwarten?

Kunz Der Aufstieg.

Halten Sie es für möglich, noch einmal in den Titelkampf eingreifen zu können?

Kunz Ja, aber das ist sicherlich auch ein wenig davon abhängig, wie wir starten werden. Das Ziel bleibt unverändert.

Wie ist Ihr Ausblick auf das Spiel morgen Nachmittag in Urbach?

Kunz Ich hoffe natürlich, dass wir drei Punkte holen. Ich kann nicht ganz genau einschätzen, was Urbach leisten kann. Wir wollen vor allem auf uns schauen und eine gute Leistung abliefern. Dann sollte das Ergebnis entsprechend sein und für sich sprechen.

In diesen Tagen sind Bayer 04 und Trainer Roger Schmidt in aller Munde wegen seines Verhaltens in der Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund. Wie ordnen Sie diese Ereignisse ein und was hat das für eine Bedeutung für den Amateurbereich?

Kunz: Ich kann teilweise verstehen, dass Roger Schmidt den Schiedsrichterentscheidungen kritisch gegenübersteht. Dennoch sollte auch er sich den Regeln unterwerfen und hätte in diesem Fall der Anordnung Folge leisten sollen, den Innenraum zu verlassen. Das es nicht immer dem Gerechtigkeitsempfinden eines Trainer zusagt, ist doch logisch. Ich sehe durch die Aktion aber keine besonderen Probleme für den Amateurbereich. Diskussionen wird es wohl immer über die Entscheidungen der Schiedsrichter geben - sowohl bei den Profis als auch in den unteren Klassen.

Quelle: RP
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