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Lokalsport
Witzhelden und Cencler geht die Luft aus

Rhein-Wupper. Die beiden A-Kreisligisten gaben in der zweiten Halbzeit wichtige Punkte aus der Hand. Personell dezimierte Witzheldener unterlagen trotz 3:2-Führung in Monheim, Cenclerbirligi ließ nach 2:0-Führung zwei Zähler in Haan liegen. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Kreisliga A Solingen: 1.FC Monheim II - VfL Witzhelden 4:3 (2:3). Im Verfolgerduell sah es für den VfL Witzhelden lange Zeit recht gut aus, bis Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Höhendorfer ihren Vorsprung verteidigen. "Uns ist im wahrsten Sinne die Luft ausgegangen. Die Partie heute haben wir verloren, weil wir einfach zu viele Ausfälle zu beklagen hatten", erklärte Trainer Ralf Job und verwies auf eine recht unglückliche Urlaubsplanung zahlreicher Spieler.

Dabei begann die Begegnung nach Plan, bereits in der neunten Minute erzielte Joshua Fischer den 1:0-Führungstreffer. Nach einer Viertelstunde gelang den Monheimern zwar der Ausgleich, doch Andre Breuer (35.) brachte den VfL erneut in Front. Allerdings hatten die Platzherren nur zwei Minuten später die passende Antwort zum 2:2 parat. Jens Boddenberg gelang kurz vor dem Seitenwechsel (41.) das dritte Tor, mit einer verdienten Führung gingen die Witzheldener in die Pause. Danach sollte den Gästen aber nicht mehr viel gelingen. Die Monheimer trafen in der 75. Minute zum 3:3 und in der Schlussminute zum 4:3. "Schade, dass wir nicht wenigstens einen Punkt mitgenommen haben. Das wäre am gerechtesten gewesen", so Job abschließend.

1.Spvg. Solingen-Wald 03 - SSV Lützenkirchen 3:1 (3:0). In der ersten halben Stunde legte der Tabellenführer ordentlich los. Der Favorit ging bereits nach elf Minuten in Führung, nur kurze Zeit später musste Torhüter Timo Kollbach schon das zweite Mal hinter sich greifen. "Da haben wir uns fast ergeben und man musste Schlimmeres befürchten", gab Trainer Andreas Traudisch zu. Doch die Platzherren sollten nur noch durch den Treffer in der 36. Minute jubeln. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Lützenkirchener immer besser zurecht, Gürkan Kancura gelang sogar der 1:3-Anschlusstreffer (55.). Danach hatten Kancura und Robin Seinsch gute Gelegenheiten, das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten. "Ein zweiter Treffer wäre für uns schon eine super Sache gewesen. Leider hat es aber nicht geklappt", meinte Traudisch.

SSVg 06 Haan - Genclerbirligi Opladen 2:2 (0:2). Zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ließen die Gencler-Kicker beim direkten Konkurrenten in Haan liegen. Die Mannschaft um Spielertrainer Ilyas Katar führte durch Mustafa Uzun (21.) und Tayfun Inam (38.) scheinbar sicher mit 2:0. Doch auf der Zielgeraden ging den Gästen im wahrsten Sinne die Luft aus. Die tapfer kämpfenden Haaner durften mit zwei Toren in den letzten zehn Minuten wenigstens noch über eine lange nicht für möglich gehaltene Punkteteilung jubeln.

Kreisliga A Köln: RS Neubrück - SV Schlebusch II 4:2 (1:2). Etwas mehr als eine Halbzeit hielt das Team von Interims-Spielertrainer Sven Bialek gut mit beim haushohen Favoriten, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Routinier Tobias Balduan, der sich Spielpraxis für das Bezirksliga-Team holt, gelang nach knapp einer halben Stunde die Führung, allerdings hielt diese keine zwei Minuten und obendrein musste Balduan kurz nach dem Ausgleichstor auch noch verletzt raus. Der für ihn eingewechselte Nico Bach traf mit dem Pausenpfiff zur erneuten Führung für den SVS, kurz zuvor musste auch noch Darius Kurt verletzt raus. Bis in die Schlussphase hielten die Schwarz-Gelben die Führung, gegen den erfahrenen Gegner aber kassierte das junge Team noch drei Gegentore und gab den Überraschungspunkt aus der Hand (85./90./90.+2).

Bergfried Leverkusen - SV Deutz 05 II 2:1 (1:0). Trotz dreier gesperrter Akteure, dafür wieder mit Mittelfeldmotor Patrick Schneider, erkämpfte sich Bergfried den dritten Saisonsieg hart. Schneider traf schon nach zehn Minuten zur verdienten Führung, Kevin Sivakumar erhöhte mit einem verwandelten Strafstoß auf 2:0 (72.) - zuvor war der Joker nach einem Solo über 60 Meter regelwidrig gestoppt worden.

Da war Bergfried in personeller Überzahl nach Gelb-Rot für einen Kölner (55.), dennoch geriet der Sieg nach dem Anschlusstor (75.) noch einmal in Gefahr. "Das Zittern war mehr als unnötig, weil wir das dritte Tor nachlegen müssen. So war das Glück mit den Tüchtigen", sagte Trainer André Fanroth, der in der Schlussphase einen Deutzer Lattentreffer und eine Rettungstat seines Teams auf der Linie sah.

Quelle: RP
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