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Zwei Elfen träumen von Dänemark

Lokalsport: Zwei Elfen träumen von Dänemark
Kim Naidzinavicius (links) und Jennifer Rode von den Werkselfen wollen sich mit guten Leistungen für die WM in Dänemark empfehlen. Morgen muss jedoch zunächst die Hürde Borussia Dortmund genommen werden. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Kim Naidzinavicius und Jennifer Rode haben es in den Kreis der 20 Auserwählten geschafft, die an der Endphase der Vorbereitung für die Handball-WM in Dänemark teilnehmen dürfen. Morgen geht es gegen Borussia Dortmund. Von Tobias Krell

Die Handball-Weltmeisterschaft in Dänemark wirft ihre Schatten voraus. Und zwei Spielerinnen von Bayer 04 haben beste Chancen, dabei zu sein. Neben Kim Naidzinavicius hat es auch Jennifer "Jeje" Rode vom großen 28er-Kader in den Kreis der 20 Auserwählten geschafft, mit denen Nationaltrainer Jakob Vestergaard in die Endphase der Vorbereitung geht und von denen 16 tatsächlich ins Turnier gehen werden. Verdient haben sie sich das mit außergewöhnlichen Leistungen im Elfen-Trikot.

Und in dem werden die beiden Rückraum-Asse noch zweimal aufs Feld gehen, ehe der Bundestrainer Anfang übernächster Woche in Leipzig seine Schützlinge um sich versammelt. Die beiden Aufgaben haben es in sich. Morgen um 16 Uhr empfangen die Leverkusenerinnen in der Smidt-Arena den starken Aufsteiger Borussia Dortmund und treten am Samstag drauf bei Titelkandidat Bietigheim an.

Gegen den BVB erwartet die Zuschauer nicht nur ein Nachbarschaftsduell vor sicherlich lebhafter Kulisse und der bis kurz vorm Jahreswechsel letzte Auftritt der Leverkusenerinnen in eigener Halle. Freunde des deutschen Frauen-Handballs können sich auch schon mal auf die Weltmeistershaft einstimmen. Denn wie Naidzinavicius und Rode hat sich auch Dortmunds Ex-Elfe Clara Woltering einen der 20 begehrten Plätze im verschlankten Kader gesichert. Teamkollegin Nadja Nadgornaja gehörte zu den acht Aussortierten und muss auf eine nachträgliche Nominierung hoffen. Nicht einmal zum erweiterten Kader gehörte übrigens Anne Müller, auch sie eine ehemalige Leverkusenerin (und Nationalspielerin), die seit vergangenem Sommer in Diensten des Aufsteigers steht. Müller wie Woltering spielten einige Jahre gemeinsam mit Denisa Glankovicova unterm Bayer-Kreuz, die wiederum im Aufstiegsjahr bei der Borussia aushalf, ehe sie zu den Elfen zurückkehrte.

Nostalgiker werden also bei dieser Partie ebenso auf ihre Kosten kommen wie jene, die an der Gegenwart und Zukunft des deutschen Han balls interessiert sind. Was die DHB-Auswahl angeht, stehen die drei routinierten Dortmunderinnen (Woltering, Müller und Nadgornaja) vor allem für die erfolgreiche Vergangenheit. Die beiden jungen Leverkusenerinnen hingegen mögen im direkten Vergleich noch nicht so viel Erfahrung und Erfolge vorweisen können, gelten aber als Ausnahmetalente und als Versprechen für die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft.

Dabei darf sich "Kimmi", wie Kim Naidzinavicius auch genannt wird, bereits als einigermaßen etablierte Kraft im elitären Kreis fühlen, während "Jeje" hingegen noch sehr frisch dabei ist.

Quelle: RP
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