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Lokalsport
Zweitligist Berlin ist unangenehm, nicht nur wegen der Busfahrt

Leverkusen. Gut für Mario Kyriasoglou, dass er erst seit dieser Saison den Trainerposten bei BBZ Opladen besetzt, denn so dürfte es ihm entgangen sein, dass der morgige Gegner TuS Lichterfelde (19 Uhr) sowas wie der Opladener Angstgegner ist. Von den letzten sechs Partien gegen die Berliner konnte BBZ nur eine einzige gewinnen. Auch wenn das immerhin das letzte Aufeinandertreffen beider Teams im Januar diesen Jahres war (78:64), der letzte Sieg in der Hauptstadt datiert noch aus dem Jahr 2012, damals hieß die Mannschaft noch ASV Moabit.

Vor der neben Wusterhausen weitesten Auswärtstour der Saison steht Opladen bereits unter leichtem Erfolgsdruck, denn BBZ wartet immer noch auf einen Sieg gegen ein Team aus dem oberen Tabellendrittel, in das man nach eigenem Selbstverständnis schließlich selbst gehört. Den Nachweis blieb der Vorjahresvierte indes bislang schuldig. In Göttingen blieb BBZ weit unter seinen Möglichkeiten. Gegen Hannover war ein Sieg möglich, ebenso wie in Neuss, am Ende jubelte jeweils das gegnerische Team.

Gegen Wolfenbüttel am vergangenen Spieltag konnte BBZ phasenweise überzeugen, insgesamt betrachtet waren die Niedersachsen aber das gefestigtere Team. Nun also Berlin - das nach fünf Siegen aus sieben Spielen Tabellendritter ist. Nur der ungeschlagene Spitzenreiter Hannover konnte dort bislang punkten. Mario Kyriasoglou: "Berlin auswärts ist eine der unangenehmsten Aufgaben überhaupt und das nicht nur wegen der sechststündigen Busfahrt."

Bei vier Zählern Rückstand auf die Gastgeber ist Lichterfelde trotz der Schwere der Aufgabe beinahe ein Muss-Spiel für BBZ, ansonsten droht bei sechs Zählern Rückstand auf Platz vier der Gang ins Zweitliga-Niemandsland. Die Berlinerinnen, die wie BBZ bewusst nur auf deutsche Spielerinnen setzen, werden ihre Top-Platzierung mit allen Mittel verteidigen wollen. Auch wenn innerhalb des Klubs offiziell nur vom "einstelligen Tabellenplatz" als Saisonziel gesprochen wird, Kyriasoglou hat in jedem Fall Respekt: "Berlin ist eine starke Mannschaft, die zu recht so weit oben steht. Es wird nicht reichen, über das Spiel verteilt zwei, drei gute Phasen zu haben. Wenn wir solche Spitzenspiele gewinnen wollen, müssen wir 40 Minuten lang konstant auf dem höchsten Level agieren."

In Kurzform: BBZ muss offensiv und defensiv deutlich besser spielen als zuletzt.

(sl)
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