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Leverkusen
Sportlerinnen helfen krebskrankem Oli

Leverkusen: Sportlerinnen helfen krebskrankem Oli
Oliver freut sich, dass sich die 04-Handballerinnen typisieren lassen. Der krebskranke Mann wartet auf eine Stammzellenspende. FOTO: DKMS
Leverkusen. Die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen ließen sich typisieren und damit in die Stammzellen-Spenderdatei der DKMS aufnehmen. Oli ist krebskrank und wartet auf eine solche Spende. Er war bei der Aktion anwesend. Von Ina Bodenröder

Seit vielen Jahren ist er ehrenamtlicher Helfer der Werkselfen, ist aus dem Team um die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen nicht mehr wegzudenken. Doch seit einem Jahr kämpft der Mann, den alle kurz Oli nennen, gegen akute Leukämie. Im Zuge der Initiative "Oli will leben", haben sich die Elfen deshalb von der Deutschen Knochenmarkspendedatei DKMS typisieren lassen. Damit machen sie den Auftakt zu einer noch viel größeren Aktion beim nächsten Heimspiel in der Smidt-Arena am kommenden Sonntag.

Dort sind dann alle Zuschauer aufgerufen, eine Einverständniserklärung zur Typisierung auszufüllen und mit einem Wattestäbchen einen Abstrich von der Wangenschleimhaut zu machen. Schirmherrin des Ganzen ist Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor, die jetzt eine der ersten TSV-Sportlerinnen war, die sich bei der DKMS registrieren ließ. "Oli gehört einfach zu uns. Für uns ist es immer eine Ehrensache, in so einem Fall alle Hilfe zu leisten, die wir leisten können", betonte Elfen-Cheftrainerin Renate Wolf. Vor einem Jahr habe der Mann die Blutkrebs-Diagnose erhalten, galt zwischenzeitlich nach umfangreichen Behandlungen als geheilt und hat vor kurzem einen Rückfall erlitten. "Jetzt hilft nur noch eine Stammzellspende", sagte Wolf.

Zehn Fakten über Leukämie FOTO: DAK/Scholz

Emrah Kilic, Mitarbeiter für Spenderneugewinnung der Deutschen Knochenmarkspendedatei, betonte derweil den zweifachen Nutzen für die Besucher in der Smidt-Arena am kommenden Sonntag: "Zum einen wird ein spannendes Handballspiel zu sehen sein, zum anderen kann man mit der schnellen und schmerzlosen Typisierung möglicherweise Leben retten." Dass dabei ein Spender für Oli gefunden werde, sei zwar wie ein Lottogewinn. Aber je mehr Menschen registriert seien, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, auch für andere Patienten den passenden Stammzellenspender zu finden - und im Umkehrschluss natürlich auch für Oli. Der hat es sich derweil nicht nehmen lassen, persönlich bei seinen Elfen vorbeizuschauen und sich für ihren Einsatz zu bedanken.

Das Heimspiel der TSV-Handballerinnen gegen den HC Leipzig findet am Sonntag, 18. Oktober, in der Smidt-Arena statt, die Typisierung ist von 13 bis 18 Uhr im Foyer der Halle möglich.

Ein kleiner Mundabstrich genügt schon zur Typisierung. FOTO: Ralph Matzerath
Quelle: RP
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