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Impro-Theater in Leverkusen
Springmäuse jetzt musikalisch unterwegs

Impro-Theater in Leverkusen: Springmäuse jetzt musikalisch unterwegs
Das Improvisationstheater Springmaus war am Freitagabend im Forum Leverkusen zu Gast. FOTO: Baron (archiv)
Leverkusen. Die Mitglieder der Improvisationsgruppe "Springmaus" beherrschen diese Kunstform nahezu in Perfektion - und sie waren mit ihrem neuen Programm 'Jukebox Live' am vergangenen Freitagabend zu Gast Am Büchelter Hof im Forum Leverkusen. Von Bastian Quednau

Als Zuschauer im Theater muss man sich in der Regel ruhig verhalten. Bei einer normalen Comedyveranstaltung wird es ganz gerne gesehen, wenn die Besucher ihre Lachmuskeln immer mal wieder lautstark beanspruchen. Wenn das Publikum dann aber durch Zwischenrufe das Programm der Künstler vorantreibt und mitbestimmt, und im Stillen immer wieder hofft, nicht auf die Bühne gebeten zu werden, dann befinden man sich sehr wahrscheinlich in einem Improvisations-Theater.

"Wir hatten Musik ja schon immer mal wieder in unseren Aufführungen eingebaut, aber jetzt hatten wir das Gefühl, dass es an der Zeit sei, sie noch stärker in den Vordergrund zu stellen und ein festes Musikprogramm zu entwickeln", erklärte Springmaus-Mitglied Vera Passy abseits der Veranstaltung im Gespräch..

Beispielsweise mussten die Künstler spontan ein Lied dichten, welchessich mit einem zuvor spontan zugerufenen Begriff auseinandersetzt. Dabei war es nicht schwer, zu begreifen , dass sich die knapp 500 Zuschauer bei ihren Zurufen von aktuellen Ereignissen inspirieren ließen. So gab es zum Beispiel einen Song über den Klimaschutz und einen über den Fußballer Mario Gomez.

Doch auch altbekannte Formate fanden ihren Weg ins das aktuelle Programm. So beispielsweise ein Gebärdendolmetscher, der um seinen Job nicht zu beneiden war. Wenngleich wohl jeder von uns einen Vortrag über die Herstellung von Luftmatratzen aus Affenhaut und Echsenzungen lediglich mithilfe von Gesten verständlich darstellen könnte.

Zum Abschluss gab es dann noch ein improvisiertes Musical über einen Leverkusener Bergsteiger, der versucht den Bau eines Tunnels durch seinen geliebten Berg zu verhindern - ein Tunnel, der anstelle

einer Brücke gebaut werden soll. Von diesen Anspielungen auf reale Ereignisse in Leverkusen fanden sich an diesem Abend einige. Und schließlich waren dasam Ende auch die Witze, die am besten funktionierten.

"Drei Mal war ich jetzt schon bei Aufführungen der Springmaus, aber dieses Mal gab es sehr viel mehr Musik", berichtete Zuschauerin Andrea Rings. "Das hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Vor allem, wie sie aus fast nichts am Ende ein ganzes Musical gemacht haben, das dann auch noch mit treffenden aktuellen Themen gefüllt war, hat mich beeindruckt."

Aber dadurch, dass jede einzelne Aufführung in ihrem Inhalt einzigartig ist, bleiben den Künstlern auch nur selten einzelne Sketche in Erinnerung. "Einen Song von vorhin haben wir gerade in der Garderobe noch einmal gesungen, aber irgendwann vergisst man das dann auch", erklärt Gilly Alfeo, Darsteller und Regisseur der in Bonn beheimateten Springmaus.

Seine Kollegin Vera Passy ergänzt: "Manchmal werden wir von Zuschauern auf bestimmte Sketche angesprochen, die wir dort im Jahr zuvor gespielt haben. Aber leider können wir oftmals kaum mehr etwas dazu sagen."

Quelle: RP
 
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