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Leverkusen
Stadt: Energiekosten klettern auf 5,7 Mio Euro

Leverkusen: Stadt: Energiekosten klettern auf 5,7 Mio Euro
136 städtische Gebäude gibt es in Leverkusen - hier der Verwaltungsbau am Goetheplatz in Opladen. In den vergangenen Jahren wurden viele energetische Gebäudesanierungen und Betriebsoptimierungen in der Stadt in Angriff genommenen. FOTO: uwe miserius (archiv)
Leverkusen. Wärme und Strom schlagen gegenüber dem Vorjahr mit sechs Prozent mehr zu Buche. Das weist der Energiebericht aus. Von Peter Korn

Die Gesamtkosten für Wärme und Strom bei der Stadt Leverkusen steigen trotz aller Maßnahmen zur Energieeinsparung weiter an: Wie der jetzt vorgelegte Energiebericht 2014 ausweist, haben sich die Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt sechs Prozent auf 5,7 Millionen Euro erhöht, gegenüber 2010 musste sogar 16 Prozent mehr bezahlt werden - und das, obwohl die Energie- und Wasserverbräuche teils zurückgehen oder konstant geblieben sind.

Die allgemeinen Preissteigerungen, so hieß es jetzt bei der Vorstellung des Berichts, hätten die Gesamtkosten in die Höhe getrieben. "Beim Strom schlagen aber auch die immer höheren Abgaben und Steuern (Stromsteuer, Offshore-Zuschlag bei Windanlagen etc.) zu Buche", stellte Norbert Plaga vom Bereich Energiemanagement der Stadt in seinem Vortrag im Ausschuss für Bauen und Planen fest.

Gerade in dieser Situation zeige es sich, dass der jährliche Energiebericht und die damit verbundenen Einspar-Bemühungen ganz wichtig seien, um die Kosten nicht ausufern zu lassen. So hat sich im Vergleich zu 2010 der Verbrauch bei Heizenergie um sieben Prozent absenken lassen, weist der Bericht aus. Dies habe hauptsächlich mit den in den vergangenen Jahren in Angriff genommenen energetischen Gebäudesanierungen und Betriebsoptimierungen in den 136 städtischen Gebäuden zu tun.

Norbert Plaga ist Energiemanager bei der Stadt Leverkusen. FOTO: Miserius, Uwe (umi)

Dass die sehr differenzierte und übersichtliche Darstellung in dem 175 Seiten starken Papier mehr als sinnvoll ist, hätten die vergangenen Jahre gezeigt, betont Leverkusens Baudezernentin Andrea Deppe: Im ersten Energiebericht 2009 etwa sei deutlich geworden, dass die Schulgebäude die größten Energiemengen verbrauchen. Deshalb entschied sich die Stadt, die zwölf Millionen Euro des damaligen Konjunkturpakets II vorrangig in die energetische Sanierung der Schulen zu stecken.

Mit Erfolg: "Insgesamt konnte die Stadt seit den Sanierungen pro Jahr fast 2,5 Gigawattstunden Energie einsparen", sagt Deppe. Einen mittleren Energiepreis von 150 Euro pro Megawattstunde zugrunde gelegt, hieße das: "Leverkusen hat nur dadurch pro Jahr wenigsten 375 000 Euro weniger für Energie ausgegeben."

Flankiert werden all diese Maßnahmen von pädagogischen Konzepten, die die Schüler motivieren sollen, sich energiebewusst zu verhalten.

Roswitha Arnold, Fraktionschefin der Grünen im Leverkusener Stadtrat, lobte den Energiebericht als "sehr gutes Steuerungsinstrument, auf dessen Grundlage wir Entscheidungen treffen können". Es gehe eindeutig in die richtige Richtung. Das will die Stadt mit weiteren ehrgeizigen Zielen untermauern. So sollen unter anderem allein durch die Änderung von Nutzerverhalten weitere zehn Prozent an Energiekosten eingespart werden, kündigt der Bericht an. Erreicht werden soll das unter anderem durch Maßnahmen wie:

- Schulungen für städtische Mitarbeiter in Sachen "energieeffizienter Umgang mit Verbrauchsmedien in der Verwaltung".

- monatliche Verbrauchs- und Kostenkontrolle bei allen energierelevanten Gebäuden.

- Anleitung von Fremdnutzern, Reinigungskräften und Vereinen, die die städtischen Einrichtungen nutzen, wie sie sich energieeffizient verhalten.

- Unterweisung von so genannten "städtischen Energiebeauftragten" (etwa Auszubildende).

Bei allen Erfolgen wurde klar: Es bleibt noch jede Menge zu tun.

Quelle: RP
 
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