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Leverkusen
Stadt schafft Infrastruktur für Ganztag

Leverkusen: Stadt schafft Infrastruktur für Ganztag
FOTO: Miserius Uwe
Leverkusen. Für sieben Millionen werden Leverkusener Schulen im Sommer saniert. Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen steigt. Von Sebastian Fuhrmann

6130 Grundschulkinder gibt es in Leverkusen, 4130 davon besuchen den Ganztag. Das sind 67 Prozent aller Grundschüler - und die Nachfrage nach Plätzen steigt nach Angaben der Stadt. Noch aber sind nicht alle Schulen für die große Nachfrage gerüstet. "Wir wissen, dass wir an dieses Thema in den nächsten Jahren ran müssen", sagt Baudezernentin Andrea Deppe.

Jeden Sommer saniert die Stadt Leverkusener Schulen. Eine der größten Baustellen ist in diesem Jahr die Theodor-Fontane-Grundschule in Schlebusch, die eine neue Mensa für den Ganztag erhält. Dafür fallen zwei Klassenräume weg. "Das ist ein Problem, das wir nicht nur an dieser Schule haben. Wir müssen sehen, wie wir das innerhalb bestehender Räumlichkeiten realisieren können", erklärt Deppe. Die Baustelle Fontane-Schule zeigt den Aufwand, den der Wandel für die Stadt bedeutet.

Im Erdgeschoss der Schule werden seit Beginn der Sommerferien zwei Klassenräume zu einem barrierefreien Küchen- und Essbereich umgebaut. Dort sollen bald 130 Kinder zu Mittag essen können. Platz wird in der neuen Küche für 64 Kinder sein, die Schüler müssen also nacheinander essen.

Bislang wurden zwei Räume im Kellergeschoss unter der Turnhalle für diese Zwecke genutzt. Sie reichten auch wegen der steigenden Nachfrage nach Ganztagsplätzen nicht mehr aus.

Entstehen soll in der Schule eine Ausgabeküche mit einer Gesamtfläche von 200 Quadratmetern. Sie umfasst einen Vorratsraum, eine Spülküche, ein Personal-WC und eine Umkleide für die Mitarbeiter. Das Essen soll fertig angeliefert werden, sogenannte Thermoporten sollen es warmhalten. Zwischen den beiden ehemaligen Klassenräumen wird derzeit ein Durchbruch geschaffen, Bodenbeläge werden getauscht und Akustikdecken angebracht. Zum Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Stadt hat für diese Maßnahme Kosten von 530.000 Euro veranschlagt.

In insgesamt 19 Schulen sind während der Sommerferien Bauarbeiter tätig. Dafür gibt die Stadt 7,3 Millionen Euro aus. Die meisten Arbeiten sind kleinere, beispielsweise die Instandsetzung von Hallendecken.

"Der überwiegende Teil dieser Maßnahmen soll in den Sommerferien abgeschlossen sein", sagt Deppe. Klappen werde das nicht überall. "Aber die besonders lauten Arbeiten sollen in den Ferien erledigt werden."

Quelle: RP
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