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Leverkusen
Stadt will vier Hochmasten am Europaring abbauen

Leverkusen. Für viele sind sie Wiedererkennungsmerkmal, für andere werfen sie die Frage auf: Waren die Dinger jemals schon an? Jetzt soll den Beleuchtungshochmasten am Europaring das Licht gänzlich ausgeknipst werden. Von Ludmilla Hauser

Der Rat entscheidet heute darüber, ob die Masten Nr. 1, 3, 7 und 8 ersatzlos abgebaut werden und die Stadt für die verbleibenden 14 Hochmasten ein Konzept erarbeiten soll, "das eine konventionelle Beleuchtung als Ersatz für den weiteren Abbau vorsieht", heißt es im Beratungspapier.

Die Stadt will die Hochbeleuchtung - Baujahr 1968 - unter anderem aus Kostengründen entfernen. Denn alle 18 Masten sind war standsicher, aber müssten instandgesetzt werden, was "Arbeiten mit sofortiger, mittelfristiger sowie langfristiger Priorität beinhaltet", notiert die Stadt. Pro Mast würde das die Stadt in den kommenden drei Jahren rund 15.000 Euro kosten; "weitere 15.000 Euro fallen innerhalb der nächsten fünf Jahre an. Bis zum Jahr 2028 werden die Unterhaltungskos-ten so insgesamt je Mast rund 50.000 Euro betragen", heißt es weiter. Die Stadt hat das zur Verdeutlichung so aufgeschlüsselt: "Dies entspricht, grob gerechnet, den Kosten für die Unterhaltung von 80 konventionellen Lichtmasten bei angenommenen Unterhaltungskosten von 50 Euro pro Mast pro Jahr." Nachsatz: "Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Hochmast durch diese Anzahl konventioneller Beleuchtungsmasten ersetzt werden muss."

Die Lichtmasten 1, 3, 7 und 8 seien derzeit ohne Funktion, die Leuchten außer Betrieb und werden auch nicht mehr gebraucht. Ersatz, wo er nötig war, sei geschaffen worden, etwa vor drei Jahren mit sechs Beleuchtungsmasten in der Windthorststraße.

Allerdings: Der Abbau der vier Hochmasten am Europaring ist ebenfalls ziemlich kostspielig. Die Stadt nennt rund 15.000 Euro - pro Mast, also ebenso viel wie die Instandhaltungskosten der nächsten drei Jahre. Aber die Stadt hat diese Kostenersparnis bei Abriss für die kommenden zwölf Jahre für vier Hochmasten errechnet: 140.000 Euro.

Für die übrigen 14 Europaring-Masten soll erstmal eine Planung für konventionelle Beleuchtungsanlagen erstellt werden, "damit die hohen Unterhaltungskosten künftig vermieden werden können". Für das Planungskonzept sei dann wiederum ein Umsetzungskonzept er-forderlich. "Ziel ist ein Einsparvolumen beim Unterhaltungsaufwand von rund 490.000 Euro."

Die Stadt - Finanzdezernent Stein hat weiter strikten Sparkurs verordnet - will mit der finanziellen Umsetzung schnell vorankommen, der Beschluss der Politik sei während der aktuellen Beratungen erforderlich "und duldet keinen Aufschub", heißt es im Beratungspapier für die Ratssitzung (öffentlich 16 Uhr, Ratssaal, Rathaus, F.-Ebert-Platz 1).

Quelle: RP
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