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Leverkusen
Stadt zu Umleitungen in der City: "Es läuft alles optimal"

Leverkusen: Stadt zu Umleitungen in der City: "Es läuft alles optimal"
Hinweistafel zu den Bodenmarkierungen, die zu Ersatzhalten und Bahnhof führen. FOTO: Stadt/CoKo Design Agentur
Leverkusen. Blau, gelb, grün und rot sind die Punkte auf dem Boden, die Reisenden den Weg zwischen Bahnhof und Ersatzhaltestellen weisen sollen. Während der Busbahnhof Wiesdorf umgebaut wird, ist die Orientierung selbst für Einheimische schwierig. Fremde fühlen sich erst recht verloren. "Ich bin zwei Stunden früher losgefahren", berichtet Gisela Czlapa aus Marl, die bezweifelt, dass sie überhaupt pünktlich zur Arbeit kommt. Sie ist nicht die Einzige. Auch andere irren - mit Plänen in der Hand - umher. Von Gabi Knops-Feiler

Laut Wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski gab es seit Baustellenstart nur fünf Beschwerden von Kunden. Aus seiner Sicht hat "alles von Anfang an reibungslos funktioniert". Deshalb sollen die Helfer in den gelben Westen wohl noch diese Woche ihre Posten räumen.

In dieser Woche sollen auch Markierungen durch Hinweisschilder an den Haltestellen ergänzt werden, um das Leitsystem zu erläutern. An einigen Stellen werden Pfeile zu den Punkten gefügt. Seit Baustart haben Verantwortliche von Stadt, Technischen Betrieben und Wupsi die Entwicklungen um die Baustelle verfolgt. "Dafür, dass wir eine so große Baustelle im Zentrum haben, läuft es optimal", sagt Baudezernentin Andrea Deppe.

Sie hatte allerdings vor knapp zwei Wochen erstmal Kritik einstecken müssen, unter anderem von Reisenden und vom ADAC wegen schlechter Vorbereitung der lange bekannten Baumaßnahme und der notwendigen Verlegung der Haltestellen.

Deppe sagt: Anregungen wurden aufgenommen und teilweise umgesetzt. Unter anderem ist die Die Fußgängerampel am Kinopolis-Kreisel ist auf sieben Sekunden eingestellt. Fußgänger haben zehn Sekunden zum Überqueren. Die Rückstaus auf der Wöhlerstraße sind laut Stadt durch kürzere Ampelschaltungen reduziert. Durch die zeitgleiche Vorfahrt von drei Bussen vor der Rathaus-Galerie sind aber Behinderungen möglich. Mülleimer sind an Haltestellen angebracht. Leerung: täglich. Sitzbänke werden bald aufgestellt. Wartehäuschen sind für die Doktorsburg und andere Halte geplant. Fußgängerüberweg An der Rathenaustraße wird es keinen geben, da er laut Stadt ohne Mittelinsel nicht über die Fahrspuren geführt werden kann. Eine Ampel auf der Rathenaustraße hätte negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Ein Zaun soll verhindern, dass die Straße auf dem Grünstreifen überquert wird. Beleuchtung ist überprüft, defekte Lampen repariert. Weiteres Licht soll Fußwege besser ausleuchten. Behinderte können nur mit riesigen Umwegen zwischen Ersatzhaltestellen und Bahnhof pendeln. Eine Lösung wird noch gesucht.

Auch Radfahrer haben Probleme, schnell an der Großbaustelle vorbei zu kommen. An einigen Stellen müssen sie ihr Rad schieben.

Quelle: RP
 
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