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Leverkusen
Stadtarchiv zu Otto Grimm: vom "Naziverbrecher" zum "Mitläufer"

Leverkusen. Die schon länger geforderte Umbenennung der Otto-Grimm-Straße wegen der mutmaßlich erheblichen Nazi-Vergangenheit des einstigen Leverkusener Oberstadtdirektors (1955-1963) wird erneut Beratungsgegenstand in den politischen Fachgremien der Stadt - beginnend am 28. November mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Planen.

Die kleine Nebenstraße an der Fußgängerzone in Wiesdorf wurde 1975 nach der Fusion von Alt-Leverkusen und der Kreisstadt Opladen nach Dr. Otto Grimm benannt. Auch in der Nachkriegszeit habe er seine NS-Überzeugung nicht abgelegt, werfen ihm heute Kritiker vor. Grimm ist 1969 gestorben.

Der Leverkusener Integrationsrat und ein Bürgerantrag wollen die Umbenennung der Straße nun durchsetzen. Das Stadtarchiv hat für die Beratungen inzwischen einiges an Material "ausgegraben". Es skizziert Grimm als einen Menschen, der kurz nach dem Krieg in der Beurteilung der Kommissionen eine "Karriere" hinlegte, die in der Kategorie NS-"Hauptverbrecher" begann und als "Mitläufer" endete. Am 5. Dezember fällt die Entscheidung in der Bezirksvertretung.

(pec)
 
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