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Wallfahrt Zum Dreikönigsschrein
Leverkusener beten für Flüchtlinge

Leverkusen. Die Leverkusener Pilger sind die einzigen, die gestern bei der Fußwallfahrt für sie reservierte Plätze im Kölner Dom erwarten konnten. Denn die seit zehn Jahren von dem Bergisch Neukirchener Bernhard Hampel organisierte Wallfahrtsgruppe ist die einzige offizielle Dekanatsgruppe und auch damit der harte Kern dieser Veranstaltung. Los ging es gestern von St. Remigius Opladen weiter nach St. Joseph in Manfort und über St.

Johannes Evangelist in Köln-Stammheim bis zum Kölner Dom. Die insgesamt fast 22 Kilometer nehmen sich die Leverkusener eigentlich fast immer im strammen Pilgerschritt vor: "Nur wenige fahren mit dem Bus, dem Zug oder mit dem Pkw", weiß der Organisator. Allerdings seien alle diese Pilger schon im Rentenalter und der Älteste fast 80: "Das liegt daran, dass wir freitags pilgern und Berufstätige dann keine Zeit haben", bedauert Hampel.

Dafür sind dann in Köln umso mehr dabei, wenn es als krönenden Abschluss der Fußwallfahrt unter dem Dreikönigsschrein her geht. Zwischen Donnerstag und Sonntag werden dazu 75.000 Gläubige erwartet. Und Hampel hat einen besonderen Bezug zu diesem Schrein, denn er hat die Pilgergruppe vor zehn Jahren mit seiner Frau Brigitte ins Leben gerufen, als die Bergisch Neukirchener Pfarrei Hl. drei Könige noch eigenständig war: "Mir hat damals die Idee von Kardinal Meisner gefallen, eine Fußwallfahrt zum Dreikönigsschrein wieder aufzunehmen.

Das war ein schöner mittelalterlicher Brauch, der lange Zeit in Vergessenheit geraten war", berichtet Hampel. Die Wallfahrt macht nicht nur in einigen Kirchen Station. Es gibt auch unterwegs besondere Orte zum Gebet und zum Nachdenken. So hat Bernhard Hampel in diesem Jahr das KZ-Mahnmal in Köln ausgesucht, zuvor waren es auch einmal die Liebesschlösser an der Hohenzollern Brücke. "Am KZ-Mahnmal gedenken wir unterschiedlicher Opfergruppen.

Und diesmal sind es natürlich die Flüchtlinge", sagt Hampel. In seinem Text, den er für diese Station zum Verlesen vorbereitet hatte, mahnte er dazu, angesichts der weiter ins Land strömenden Flüchtlinge die bislang vorherrschende Willkommensstimmung nicht ins Gegenteil umschlagen zu lassen.

Quelle: RP
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