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Leverkusen
Stadtplaner: "Opladen ist der gemütliche Teil von Leverkusen"

Leverkusen. Wo Opladen im Jahr 2025 sein könne, wollte Stadtteilmanagerin Ursula Mölders von Baudezernentin Andrea Deppe wissen. "Mein Wunsch", lautete deren Antwort, "ist, dass sich die Bürger dort wieder wohlfühlen." Es sei alles etwas kleiner als in Wiesdorf, aber genau das sei der Reiz. Wenn man Einzelhandel und Gastronomie nach vorne bringen wolle, brauche man eine gute Gestaltung. Von G. Knops-Feiler und L. Hauser

Um die Gestaltung der Zukunft ging es erneut bei der Infoveranstaltung "Einzelhandel und Gastronomie" im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzeptes, zu der sich kürzlich rund 50 Bürger im Landrat-Lucas-Gymnasium versammelten. Dr. Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (WFL), sagte, Ziel sei es, Atmosphäre für den Standort zu schaffen. Opladen habe zwar viel Kaufkraft verloren, aber Gutachten - Ergebnisse werden Anfang 2017 vorgestellt - bestätigten, man könne Kaufkraft durch Beratung und Individualität des Fach-Einzelhandels zurückholen. "Einzelhandel und Gastronomie sorgen für die Belebung des Stadtbezirks, das ist ganz wichtig."

Als weitere Hilfe sei die Gründung einer so genannten Immobilien- und Standortgemeinschaft für die Bahnhofstraße geplant. Man habe die Hochschule Niederrhein beauftragt, mit den Eigentümern und Nutzern zu sprechen und eine Kommunikationsebene zu schaffen, so dass alle von der öffentlichen Unterstützung für private Maßnahmen profitieren könnten.

Landschaftsarchitekt Thomas Wündrich stellte Grundzüge zur Umgestaltung der Fußgängerzone vor. "Opladen ist der gemütliche Teil von Leverkusen", betonte er, "und ein Ort der Vielfalt". Für die Zukunft gelte es, "das Zentrum zu stärken, damit es nicht gegen die Bahnstadt abfällt". Das könnte durch einen Belag aus Betonstein als eine Art Teppich geschehen. Wasserspiele zur Aufwertung der Bahnhofstraße, Bänke aus Stahl und Holz - neue Fahrradbügel und Abfallbehälter und Spielgeräte kämen ergänzend hinzu. Die Beleuchtung solle gegen Lichtstelen ausgetauscht, dazu eine Art "Kronleuchter" als Unikat installiert werden. Dass die Goethestraße aus Kostengründen ausgespart werden soll, kam bei Händlern allerdings nicht gut an und führte zu heftigen Diskussionen.

Auch Bezirksvorsteher Rainer Schiefer hatte schon in der Vergangenheit Bedenken gegen einen neuen Belag und den "Kronleuchter" geäußert (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung II, zuständig für Opladen, hatten die Politiker dem städtischen Beratungspapier zugestimmt, auf der Bahnhofstraße eine Fontänenlandschaft anlegen zu lassen. Vorbild: "Die Anlage in Wiesdorf, die ist im Sommer sehr beliebt bei Familien, da halten sich die Leute auf. Und ansonsten behindert sie auch nicht die Rettungswege", merkte Schiefer im RP-Gespräch an. Die Verwaltung soll nun die Mehrkosten von 202.000 Euro in den Etat 2017 einbringen. Der Bezirk beschloss, sich mit einem Eigenanteil von 20 Prozent (40.400 Euro) zu beteiligen. Der wird die nächsten fünf Jahre aus bezirkseigenen Investitionsmitteln finanziert (jährlich 8000 Euro).

Quelle: RP
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